Zugfahrt, Fahnenintro & Transparent gegen wechselwilligen Profi

Mit dem Motto »Ob Störche, ob Sprotten – Kiel verspotten« machte »Ultrà Sankt Pauli« für eine Zugfahrt nach Schleswig-Holstein mobil. Dort gastierte der FC St. Pauli am Samstag im durchaus brisanten Zweitligaduell bei der Kieler SV Holstein, deren einstige Ultràgruppe »Supside« sich aufgrund von Materialverlusten an Anhänger des Kiezklubs auflöste.

Nach Ankunft am Kieler Bahnhof marschierten die Fans und Ultras des FC St. Pauli in einem langen Marsch durch die Innenstadt in Richtung Holstein-Stadion, in das 13.274 Zuschauer gekommen waren. Rund 3.000 Besucher mehr als noch in den vergangenen Monaten fanden Platz auf der neu errichteten Osttribüne, die nun nach langer Ungewissheit als Stahlrohrkonstruktion aufgebaut wird und für das Heimspiel am Samstag bereits 3.000 Plätze für Holstein-Fans im fertiggestellten Unterrang bot.

Im Gästebereich fanden sich 1.360 Braun-Weiß-Rote inklusive Freunden des »Filmstadt Inferno« aus Babelsberg und dem »Ultras Inferno« aus Lüttich ein, die zu Beginn des Spiels mit einem Fahnenintro mitsamt »Sankt Pauli« Banner am Zaun in Erscheinung traten. Später bezogen sich die aktiven FCSP-Fans noch mittels Transparent auf den wechselwilligen Jeremy Dudziak, der bis zum Saisonende noch auf Sankt Pauli unter Vertrag steht. Dann wird sich der 23 jährige Defensivspieler ablösefrei dem Hamburger SV anschließen, was nicht nur bei der Anhängerschaft auf große Ablehnung stößt, sondern auch den Verantwortlichen des FC St. Pauli deutlich missfiel, da der Wechsel unmittelbar vor dem Stadtderby bekannt wurde. Auf große Rückendeckung konnte sich Dudziak hinsichtlich dem gezeigten »JD8: Traurig sieht die Mutter ein – Ihr Sohn ist jetzt ein Rauten$chwein!« Spruchband deshalb von Seiten des FC St. Pauli nicht verlassen, der seinen Profi Mitte der zweiten Halbzeit vom Feld nahm. Trotz Überzahl schafften es die Gäste aus der Freien- und Hansestadt Hamburg nicht zum 2:2 auszugleichen und lassen mit einer 2:1 Niederlage in Kiel wertvolle Punkte im Kampf um eine Teilnahme an der Aufstiegsrelegation liegen.

Fotos: calcio-culinaria.de | Kurvennews am 09.04.2019


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