Zündelnde Chemiker spielen auf fast abgerissenen Finger an

Etwas mehr als 30 Kilometer von Leipzig-Leutzsch entfernt liegt die Gemeinde Sandersdorf, in der die BSG Chemie Leipzig am Freitagabend gastierte. Rund 800 Gästefans waren in der einstigen Glückauf-Kampfbahn und heutigem Sport- und Freizeitzentrum nicht nur stimmungstechnisch überlegen, sondern stellten auch die Mehrheit unter den insgesamt 1.454 Zuschauern da.

Die Anhänger der BSG Chemie verteilten sich in der Spielstätte der SG Union Sandersdorf über die gesamte Gerade und zündeten auf dieser immer mal wieder eine Bengalische Fackel. Außerdem spielten die Chemiker mit einer übergroßen Hand auf den scharfen Zaun im Gästeblock des Ernst-Abbe-Sportfelds an, der einem BSG Chemie-Anhänger bei deren Gastspiel in Jena zum Verhängnis wurde. So riss sich dieser bei einem Sprung auf den Zaun in Zuge eines Torjubels fast den gesamten Ringfinger ab, der dank einer Not-Op glücklicherweise wieder angenäht werden konnte.

Diesbezüglich griffen die Gästefans mit einem »Fünf Bier für die Jungs vom Sägewerk« Spruchband zunächst auf Klischees von Arbeitern an Sägemaschinen an, ehe die übergroße Hand wieder um den zuvor abgesägten Ringfinger bereichert wurde und dazu eine Tapete mit der Aufschrift »Fick dich Jena! Der Finger bleibt in Leutzsch!« ausgerollt wurde. Der FC Carl Zeiss Jena reagierte im Übrigen auf den Vorfall und kündigte an die Zacken im Gästeblock demontieren zu wollen.

 

Fotos: K. Littmann, nl1895 | Kurvennews am 24.03.2019


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