Wolfsburger Pyroshow während VfB-Ultras Kritik an Versagern üben

Am heutigen Samstagnachmittag gastierte der VfL Wolfsburg im Neckarstadion des VfB Stuttgart. Für die Gastgeber ging es heute sportlich zwar um etwas, die ganz großen Veränderungen ließen sich rein tabellarisch im Tabellenkeller der Bundesliga allerdings nicht mehr erwirken, so dass vor dem heutigen Heimspiel schon mehr oder weniger feststand, dass der VfB in die Relegation muss, während Hannover und Nürnberg direkt absteigen.

Quittiert wurde die schwache Bundesliga-Saison von Seiten des »Schwabensturms« mit einem großen »Weder Kampf noch Einsatz – nur Versager!!!« Transparent, welches zum Warmmachen der Mannschaft aufgehangen wurde. Gerade zuletzt enttäuschten die VfB-Profis mit einer sang- und klanglosen 6:0 Niederlage in Augsburg, während die Fans im Vorfeld noch alles daran setzten, die Mannschaft für den Klassenerhalt zu motivieren. Die nun auf Tapete ausgerollte Abrechnung mit der Mannschaft schien immerhin am vorletzten Spieltag Früchte zu tragen und der VfB schaffte es den VfL Wolfsburg vor 54.086 Zuschauern mit 3:0 zu besiegen.

Eingeläutet wurde die Partie mit einer Pyroshow im Gästeblock, der von den mitgereisten Anhängern des VfL Wolfsburg mit grün-weiß-hellgrünen Bahnen und mehreren kleineren Schwenkfahnen geschmückt wurde. Im unteren Bereich des Sektors vermummten sich Wolfsburger Ultras unter zwei großen Fahnen und zündeten daraufhin mehrere Bengalische Fackeln sowie grünen und weißen Rauch. Im weiteren Verlauf des Spiels machte die Cannstatter Kurve optisch mit mehreren Spruchbändern auf sich aufmerksam. So folgte eine weitere Abrechnung der Ultràgruppe »Schwabensturm 02« in Form untereinander ausgerollter Tapeten, deren Anfangsbuchstaben zusammen »Dietrich« ergaben. So wird dem Präsident des VfB Stuttgart unter anderem eine »desolate Saison«, »inkompetente Führung«, »endlose Lügengeschichten«, »teure Fehlentscheidungen«, »interne Machtkämpfe«, »chaotische Kaderplanung« oder auch »heuchlerische Versprechen« angelastet.

Der Unmut gegenüber Wolfgang Dietrich kam später noch einmal im Bereich des »Commando Cannstatt« zur Geltung, deren Mitglieder Doppelhalter mit einem durchgestrichenen Konterfrei des »Spalters« in die Höhe hielten, ehe zum Abpfiff die üblichen Banner der Stuttgarter Ultràgruppen gegen den Klub-Präsidenten ausgebreitet wurden. Zuvor entrollte das »CC97« noch ein Spruchband mit der Aufschrift »Der SSV lebt in Block E!«. Zuletzt verzichteten die mit VfB-Ultras befreundeten aktiven Fans um die »Szene E« des Oberligisten SSV Reutlingen auf Stimmung an der heimischen Kreuzeiche, nachdem der seit Jahren in der Fünftklassigkeit gefangene SSV einen durchaus realistischen Regionalliga-Aufstieg durch eine teils blamable Niederlagen-Serie leichtfertig verspielte.

Alle Fotos: timo0711.blogspot.com | Kurvennews am 11.05.2019


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