Wolfsburger Fans trauern um zwei Ultras & Kritik an Bauprojekt in Leverkusen

Die Ultras der »Nordkurve Wolfsburg« entschieden sich zum fünften Todestag der beiden jung verstorbenen Fans Hubert und Sherman im Rahmen des Gedenkens und per Wochenendticket-Tour nach Leverkusen zu fahren. Dort gastierte der VfL am Sonntagnachmittag in der BayArena, die mit 29.104 Zuschauern verhältnismäßig gut gefüllt war.

Die mitgereisten Wölfe aus der Autostadt läuteten das Spiel mit einem Fahnenintro aus hellgrün-weiß-grünen Fahnen ein und zündeten Pyrotechnik hinter einer alten »Wolfsburg« Zaunfahne. Die Mitglieder der Wolfsburger Ultràszene trugen fast durchweg Shirts mit der Aufschrift »Hubert & Sherman unvergessen«, mit denen an die beiden 2012 tödlich verunglückten Fans gedacht wurde, worüber wir kürzlich berichteten.

Die »Ultras Leverkusen« machten sich auf der gegenüberliegenden Nordkurve erneut für den Bau eines Tunnels statt einer Mega-Stelze stark. Seit Jahren gibt es Pläne das Verkehrschaos entlang der A1 zu bekämpfen, wofür aus Kostengründen eine Mega-Stelze favorisiert wird. Durch die wäre die Feinstaubbelastung für die Bürger Leverkusens allerdings nicht beseitigt, sondern würde womöglich gar verstärkt. Bei dem Ausbau weiterer Brücken müsste außerdem eine Giftmüll-Deponie ausgehoben werden, weshalb die Fans mit einem kritischen »wer Giftmüll öffnet, verschließt sich der Realität – ihr gewinnt den Prozess, wir verlieren unsere Gesundheit!« Spruchband nachlegten.

Fotos: haberlands-erben.de | Kurvennews am 20. Oktober 2017

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