»Westkurve unverzichtbar« Choreografie & Stadionfrage in Kaiserslautern

Am gestrigen Freitagabend empfing der Tabellenletzte in der zweiten Bundesliga, der 1.FC Kaiserslautern, die SpVgg Fürth zum Kellerduell auf dem Betzenberg. Die Fans der Roten Teufel läuteten das wichtige Spiel für ihre Mannschaft mit einer Choreografie unter dem Motto »Westkurve unverzichtbar« ein, für die neben einem großen zentralen Banner unzählige kleinere und besprühte Banner verteilt wurden.

Trotz einer erneut nur mäßigen Auslastung des Fritz-Walter-Stadions mit nur 19.300 Besuchern, peitschten die Fangruppen auf der Westkurve ihre Mannschaft nach vorne, die einen wichtigen 3:0 Heimsieg einfahren konnte. Allgemein bereiten dem FCK die geringen Zuschauerzahlen große Probleme. So ist die städtische Stadiongesellschaft hoch verschuldet und muss jährlich 2,9 Millionen Euro an Schulden tilgen, während die finanziell ebenfalls klammen Roten Teufel nur 2,4 Millionen an jährlicher Stadionmiete abtreten können.

Schon seit Jahren rechnet sich das prestigeträchtige Fritz-Walter-Stadion aus wirtschaftlicher Sicht kaum noch, weshalb nun über eine erweiterte Nutzung nachgedacht wird. Sollte es tatsächlich zu einem Abstieg der Roten Teufel kommen, würde sogar ein Abriss der Kultstätte in Betracht gezogen werden, womit ein großes Stück Fußballkultur von der Landkarte verschwinden würde. Mögliche Spielorte wären dann die Pirmasenser Husterhöhe oder das in die Jahre gekommene Südweststadion in Ludwigshafen. Ob diese Alternativen für die FCK-Fans allerdings hinnehmbar wären, sei abschließend und mit der Hoffnung, dass es nicht soweit kommen wird, einmal dahingestellt.

Foto: John Clark | Kurvennews am 30. September 2017

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