Vater-Sohn-Choreo & Kampfansage von Borussia Dortmund Fans

Mit einer großen Choreografie auf der Südtribüne läuteten die Fans von Borussia Dortmund ihr Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg ein. Unter dem Motto »Als Kind bin ich mit meinem Vater gekommen und der wurd auch schon von seinem mitgenommen!« zogen die Ultras von »The Unity« eine große Abbildung zum Dach der Südtribüne hinauf. Dargestellt wurde vor einem mit Folien gebildeten schwarzen Hintergrund der ehemalige Südtribünen-Vorsänger mit seinem Sohn und einer Fahne, die sich an einem Wellenbrecher anlehnten. Die nachgemalten Personen gibt es wirklich und galten aufgrund einer schnell verbreiteten Falschmeldung in den sozialen Netzwerken als tödlich verunglückt. Von Theorien über einen Verkehrsunfall, hin zu einer tödlichen Krankheit wurden am späten Samstagnachmittag plötzlich die kuriosesten Varianten verbreitet, ehe dann doch nach relativ kurzer Zeit klar gemacht werden konnte, dass es sich um zwei nach wie vor lebende BVB-Anhänger handelt, die einfach nur perfekt als Motiv für die gelungene Choreografie passten.

Zum Ende eines packenden Bundesliga-Spiels, welches der BVB dank zweier Joker-Tore in der Nachspielzeit für sich entscheiden konnte, entrollten die »Desperados Dortmund« noch ein großes Banner vor der Südtribüne. So geben die Dortmunder Ultras mit den Worten »Kämpfen für die Meisterschaft – Scheiß Bayern München!« die klare Marschroute vor und vertrauen in den Kampfeswillen der schwarzgelben Profis, die dank eines parallelen Unentschiedens des FC Bayern München in Freiburg am Rekordmeister vorbeiziehen konnten. Nach der Partie, die vor 81.365 Zuschauern – darunter ca. 2.500 Gäste – ausgetragen wurde kam es noch zu kurzem Ärger vor dem Gästeeingang.

An diesem provozierten mehrere Dortmunder, die offenbar die körperliche Auseinandersetzung mit Wolfsburger Ultras suchten, jedoch noch ganz kurzem Kontakt von Ordnern zurückgehalten wurden und sich aufgrund heraneilender Polizeikräfte zurückzogen. Die Rivalität zwischen der Wolfsburger und Dortmunder Ultraszene nahm mit dem Verlust der »Commando Ultra« Fahne ihren Lauf. Diese wurde von VfL-Fans bei einem Gastspiel im Westfalenstadion vergessen und daraufhin von BVB-Fans in Wolfsburg präsentiert. Als Reaktion darauf versuchten einige Wölfe von außen an den Gästeblock mit Dortmunder Fans heranzukommen und über den Innenraum missglückte der Versuch die Zaunfahne von »The Unity« zu ziehen nur denkbar knapp (Beitrag dazu hier). Wiederum daraufhin kam es vor wenigen Monaten zu einem größeren Angriff von einigen vermummten Dortmunder Ultras auf einen Regionalzug mit Wolfsburger Ultras an einem Provinzbahnhof. Per Zug fuhren die Ultras des VfL Wolfsburg auch gestern nach Dortmund.

Foto: gwsdo0231 | Kurvennews am 01.04.2019


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