Ultras Mannheim 99 überweisen für DFB-Strafe 18.750€ an Verein

Nachdem es rund zehn Minuten des Relegationsrückspiels zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem KFC Uerdingen zu einem massiven Einsatz von Pyrotechnik und damit verbundenen Spielabbruch kam (Beitrag dazu hier), reagierte der Verein mit einer Sperrung der Otto-Siffling-Tribüne als Stehplatzbereich und Fankurve des Carl-Benz-Stadions (Beitrag dazu hier). Des Weiteren wurden den »Ultras Mannheim 99« sämtliche Privilegien im Stadion entzogen, woraufhin die Gruppe eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie versprach die Ereignisse intern aufarbeiten zu wollen. Unterdessen wurde der SV Waldhof vom DFB mit einem Punktabzug und für einen Regionalligisten hohen Geldstrafe bestraft, während die aktive Fanszene für einen Erhalt der Otto-Siffling-Tribüne als Fankurve protestierte.

Nun sind mehrere Monate seit den Vorfällen im Frühsommer diesen Jahres vergangen, in der die »Ultras Mannheim 99« zumindest auswärts wieder zum normalen Support übergegangen sind und die Verantwortung innerhalb der eigenen Gruppe auf mehrere Generationen verteilt haben. Allgemein bemühte sich die medial etwas in Verruf geratene Ultràgruppe um eine bessere Außendarstellung und soll gemeinsam mit dem Dachverband »Pro Waldhof e.V.« Möglichkeiten für eine bessere Stimmung und Rückkehr zu alten, problemlosen Zeiten im Carl-Benz-Stadion erarbeitet haben. In diese Richtung preschen die »Ultras Mannheim« nun auch auf finanzieller Ebene und übernehmen laut eigener Aussage Verantwortung für die zum Spielabbruch führenden Geschehenisse im Relegationsspiel. »Deshalb wurden 18.750€ an die SV Waldhof Mannheim Spielbetriebs-GmbH zur Beteiligung an der Geldstrafe des DFB überwiesen« heißt es dazu von der Gruppe, die die beachtliche Summe durch Mitglieder aus den eigenen Reihen und Einzelpersonen aus der Fanszene stemmte. Dem fügen die »Ultras Mannheim 99« an, dass dafür keine Gelder aus Choreospenden verwendet wurden.

Dass die eigenen Ultras für einen Großteil der sich auf insgesamt 25.000 Euro belaufenden Strafzahlung aufkommen, dürfte den SV Waldhof Mannheim sicherlich freuen. Auch dürfte es die Gruppe damit schaffen bei jenen Waldhof-Fans einen wieder etwas besseren Stand zu erhalten, die die Pyroaktionen scharf kritisierten, auch wenn die »Ultras Mannheim 99« durch jahrelange Treue und Engagement all jenen Personen keine Rechenschaft schuldig sein dürfte. Zugleich gibt die Fangruppe damit auch gegenüber dem Deutschen Fussball Bund klein bei und akzeptiert die Strafe im übertragenen Sinne. So war es der DFB, der die Blau-Schwarzen zunächst mit einer noch deutlich höheren Geldstrafe und einem Abzug von satten neun Punkten bestrafen wollte (Beitrag dazu hier). Dass diese nach einem Einspruch durch den SVW auf einen Abzug von drei Punkten gekürzt wurden, macht die Sache nicht wirklich besser.

Fotos: grenzenlosgroundhopping.com | Kurvennews am 28.11.2018

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