Übersicht zur zweiten Pokalrunde

Die 2. Runde des DFB-Pokal ist durch und bis auf Holstein Kiel schaffte es keiner der Außenseiter sich gegen den Favoriten durchzusetzen. Nah dran waren mit dem 1.FC Union Berlin und dem FC Hansa Rostock aber immerhin zwei Mannschaften und auch der SV Rödinghausen machte es dem Rekordpokalsieger FC Bayern München äußerst schwer ins Spiel zu finden.

Neben spannenden Partien auf dem Rasen kam es auch auf den Rängen zu spannenden und brisanten Duellen, in denen es einige Choreografien und Aktionen zu bestaunen gab. Aus zeitlichen Gründen gelingt es uns nicht immer über alle Spiele ausführlich zu berichten, weshalb es jetzt noch ein paar der offenen Begegnungen in Kurzfassung gibt.

 

BSG Chemie Leipzig – SC Paderborn  0:3

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1.FC Heidenheim – SV Sandhausen  3:0

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Weiche Flensburg – Werder Bremen  1:5

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Hansa Rostock – 1.FC Nürnberg  2:3 n.E.

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FC Augsburg – FSV Mainz 05  3:2 n.V.

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Borussia Dortmund – 1.FC Union Berlin  3:2 n.V.

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1.FC Köln – FC Schalke 04  1:2 n.E.

Die Südkurve 1.FC Köln präsentierte beim Pokal-Heimspiel im ausverkauften Müngersdorfer Stadion mehrere Transparente. Unter anderem richteten sich diese gegen das in Nordrhein-Westfalen anvisierte Polizeigesetz und gegen den Polizeieinsatz am letzten Samstag im Dortmunder Westfalenstadion, wofür die »Coloniacs« ein Transparent mit der Aufschrift »Das Stadion als Reuls law and order Testfeld? Bullen aus der Kurve« ausrollten. Über dieses wurde mit dem nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul einen Mitverantwortlichen für die Polizeistrategien angesprochen, der sich nach den Vorfällen in Dortmund für personalisierte Tickets ausgesprach.

Am Ende des Spiels kam es am Gästeblock noch zu kurzen Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Schalke- und FC-Fans. Dabei soll sich ein noch recht junger Ordner am Knie verletzt und sich das Innenband gerissen haben.

 

SV Wehen – Hamburger SV

In der Wiesbadener Arena standen sich am Dienstagabend der SV Wehen und der Hamburger SV gegenüber. Die Fans des in Wiesbaden ansässigen SV Wehen Taunusstein präsentierten zum Pokalspiel eine große Choreografie, die an die Anime-Serie »One Piece« angelehnt wurde.

Auf der Gegenseite zündeten die HSV-Fans zunächst im etwas größeren Stil und später das gesamte Spiel über immer wieder einzelne Bengalische Fackeln, weshalb die Pokal-Begegnung in der zweiten Halbzeit für fünf Minuten unterbrochen wurde. Die »Horrorshow« der HSV-Fans zog sich mit einem guten Support bis zum Ende des Spiels durch, das aufgrund des Pyro-Einsatzes zwischendrin auf der Kippe stand. Mehrere Profis sollen sich aufgrund des drohenden Spielabbruchs durch Schiedsrichter Jöllenbeck bei den eigenen Fans beschwert haben und auch im Nachhinein wurde deutliche Kritik gegen das mehrmalige Abbrennen einzelner pyrotechnischer Gegenstände laut.

 

Hannover 96 – VfL Wolfsburg  0:2

Im Vorfeld des Niedersachsenduells machten die Ultras des VfL Wolfsburg mit einem Video für das Gastspiel in Hannover mobil, in dem man sich in weißen kirchlichen Gewändern zeigte und so erahnen ließ, dass man eine »Pilgerreise« nach Hannover bestreiten wird. Zusätzlich wurde ein großer Buskonvoi beworben, der als großer Meilenstein in die Geschichte der Wolfsburger Fanszene eingehen sollte.

Am Spieltag selbst trafen sich dann alle Mitfahrer an der Volkswagen-Arena und präsentierten sich in den weißen Gewändern hinter einem »Wir glauben an unser Zinnenwappen« Banner. Im Gästeblock des Niedersachsenstadions gaben die Gästefans dann ein geschlossenes Bild ab und positionierten sich in Anlehnung an das eigene Motton hinter einer »habemus minae«-Zaunfahne, die mit Psalm 19:45 in weiterer Anlehnung an das Gründungsjahr des VfL Wolfsburg versehen war. Dazu wurden dutzende Doppelhalter in den Optiken der Heiligen Schrift in die Höhe gehalten und eine weiße Rauchfackel als Weihrauch gezündet. Alles in allem eine sicherlich überraschende, aber durchaus gelungene Mottofahrt.

 

SSV Ulm 1846 – Fortuna Düsseldorf  1:5

In der ersten Pokalrunde kegelte man noch völlig überraschend den amtierenden Pokalsieger Eintracht Frankfurt aus dem Wettbewerb und durfte sich anschließend mit Fortuna Düsseldorf auf einen zweiten großen Bundesligisten freuen. Erneut war das Donaustadion mit 17.000 Zuschauern restlos ausverkauft, in dem beide Kurven mit unterschiedlichen Aktionen zu gefallen wussten. Vor dem Spiel marschierten die Fans, Ultras und Hooligans des SSV Ulm noch vom Münster, dem Wahrzeichen der Donaustadt, zum Stadion, in dem eine Choreografie bestehend aus einem langen Spruchband in schwäbischem Dialekt und weißen Zetteln präsentiert wurde. Außerdem gab es eine Pyroshow in der Fankurve der Ulmer Spatzen zu beobachten.

Die mitgereisten Fans von Fortuna Düsseldorf setzten hingegen ausschließlich auf Fahnenmaterial und das Abbrennen von Bengalischen Fackeln, die unter Flutlicht stets ein gutes Bild abgeben. Nach Abpfiff der 2. Pokalrunde im Donaustadion soll es noch zu Rennereien zwischen der Polizei und sportlichen Fans des SSV Ulm gekommen sein, die Unterstützung von Ultras des VfR Aalen erhielten. Die Ulmer Ultràszene um »Nebulosa Impero« und die »Supporters Ulm« durften sich hingegen über anwesende Fans von Rot-Weiß Oberhausen und der »Jokeria« des ESV Kaufbeuren freuen.

Fotos: Supremus Dilectio 2008, 50und40.de, causethedrugisfootball, Münsterstadt | Kurvennews am 03.11.2018

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