Übergriffe von Polizei auf Carl Zeiss Jena Fans in Cottbus

Rund 800 Fans begleiteten ihren FC Carl Zeiss Jena zum Auswärtsspiel in die Lausitz, wovon rund 200 aktivere Fans die Anreise per Regionalzug wählten. Als dieser in Cottbus angekommen ist, kam es am Bahnhof zu Rangeleien und Übergriffen von Beamten der Bundespolizei auf die Gästefans, die teilweise körperlich hart angegangen und unverhältnismäßig mit Pfefferspray bedeckt wurden.

Wie ein Video zeigt wurde unter anderem ein weiblicher Fan des FC Carl Zeiss Jena an den Haaren gepackt und weggestoßen, während ein anderer Anhänger aus kürzester Distanz Pfefferspray ins Gesicht kam, was zu schweren Reizungen führen kann. Begründet hatte ein Sprecher der Bundespolizei in Berlin den Einsatz mit geworfenen Flaschen beim Aussteigen der FCC-Fans aus dem Zug, die sich darüber hinaus teilweise vermummt hätten. Außerdem sei es in der Bahn zu Sachbeschädigungen gekommen, so die Polizei gegenüber regionale Zeitungen weiter. Unseren Informationen nach sollen im Zug zwei Überwachungskameras überklebt worden sein, was einen solchen Einsatz jedoch nicht rechtfertigen dürfte. Die zuständige Bundespolizei kommentierte das im Netz kursierende Video laut der Thüringischen Landeszeitung im Übrigen nicht.

Aufgrund des Vorfalls erreichte die Jenenser Ultràszene das Stadion der Freundschaft erst zur zweiten Halbzeit. Innerhalb des Cottbuser Runds gewann der FC Energie mit 2:1 vor 7.302 Zuschauern und konnte dadurch in der Tabelle am FC Carl Zeiss Jena vorbeiziehen. Für diese wird die Luft nach der erneut sieglosen Partie dünner und so befindet sich der FCC nun auf einem direkten Abstiegsplatz.

Fotos: Fanszene Energie Cottbus | Kurvennews am 30.10.2018

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