Stimmung trotz Stimmungsboykott in abgebrannter Festung Fischerwiese

Da sich der Insolvenzverwalter des Chemnitzer FC aktuell ernsthaft mit einer Ausgliederung befasst und die Entscheidung diesbezüglich weiterhin in der Schwebe steht, teilten die »Ultras Chemnitz 99« am vergangenen Samstagmorgen mit, beim Heimspiel am Nachmittag in einen Stimmungsboykott zu treten (Beitrag dazu hier). Während die Ultràszene der Himmelblauen geschlossen hinter dem Beschluss stand, kam zum Teil große Kritik von normalen CFC-Fans auf, die anprangerten, dass der Leidtragende im Grunde nur die bislang sehr erfolgreich spielende Mannschaft sei. So wurden trotz des aufgerufenen Stimmungsboykotts der »Ultras Chemnitz 99«, die ihren Zaunfahnenplatz mittig der Südkurve frei ließen, immer wieder einzelne Gesänge in der Südkurve angestimmt, die mitunter auch eine recht ordentliche Lautstärke erzeugt haben sollen.

Begünstigt durch den fehlenden Support der aktiven Chemnitzer Fanszene waren so allerdings auch die 1.200 Fans des 1.FC Lokomotive Leipzig sehr gut im Stadion an der Gellertstraße zu vernehmen, die das Regionalliga-Spiel mit einer Choreografie einläuteten. Diese bestand aus einer gemalten großen Festungsmauer, die mit einem »Festung Fischerwiese« Schriftzug versehen wurde. Mithilfe von roten und gelben Papptafeln und aufsteigendem schwarzen Rauch wurde diese kurzerhand in Brand gesetzt. Während die »Festung Fischerwiese« im Gästeblock symbolisch abbrannte, hielt sie im Innenraum stand. Durch ein 3:1 Heimsieg gewann der Chemnitzer FC nun das zehnte Mal in Folge und steht unangefochten auf dem ersten Platz der Regionalliga-Nordost-Tabelle.

Titelfoto: Matze Stadionsurfer | Weitere Fotos: fokusfischerwiese.com | Kurvennews am 05.08.2018

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.