Stadionverbot & Rauswurf für ehemaligen Profi in der Oberliga

Den großen Sprung zu einem Profiverein schaffte der heute 29 Jahre alt gewordene Kushtrim Lushtaku zwar, blieb in seiner Zeit beim TSV 1860 München und später bei Fortuna Köln und Eintracht Trier allerdings größtenteils unter dem Radar. Nun fiel der in Serbien geborene, in Deutschland aufgewachsene und mittlerweile in der Oberliga Baden-Württemberg kickende Stürmer mit einer Aktion außerhalb des Platzes auf.

Am Samstagmittag trafen der 1.CfR Pforzheim und der TSV Ilshofen am 10. Spieltag der Oberliga Baden-Württemberg im recht idyllischen Stadion Holzhof der Schmuck- und Goldstadt Pforzheim aufeinander. Nachdem Kushtrims Bruder Kreshnik Lushtaku in der ersten Hälfte einen Elfmeter für den CfR verschoss, kam es in der Halbzeitpause offenbar zu Auseinandersetzungen zwischen Kushtrim und dem Trainer des 1.CfR Pforzheim. In Zuge dessen soll es zu einer Tätlichkeit des Auswechselspieles gegenüber dem Trainers gekommen sein, woraufhin der Fünftligist unmittelbare Konsequenzen zog.

So wurde der frühere Profi, der unter anderem im Kosovo, in Schweden, in Deutschland und Albanien unter Vertrag stand, fristlos entlassen. Darüber hinaus erstattete der CfR Pforzheim Anzeige und sprach ein Stadionverbot gegenüber Kushtrim Lushtaku aus, was für einen ehemaligen Profi und bis vorgestern in der Oberliga spielenden Fußballer eine absolute Seltenheit darstellt. »Die Mitspieler und Verantwortlichen, die diese Szene teilweise miterleben mussten, sind schockiert und entsetzt über dieses Vorkommnis. Noch nie hatten sie eine auch nur annähernd vergleichbare Situation erlebt«, heißt es in der Stellungnahme des Club für Rasenspiele, der über eine Hand voll treue »Supporters« verfügt und das Spiel gegen Ilshofen am Ende vor 350 Zuschauern mit 0:2 verlor.

Beispielfoto: Supporters Pforzheim | Stadion: timo0711.blogspot.com | Kurvennews am 08.10.2018

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