Schalker Ultras machen ebenfalls für Demo gegen Polizeigesetz in Düsseldorf mobil

Am kommenden Samstag, den 7. Juli 2018 kommt es in der Düsseldorfer Innenstadt zu einer Großdemonstration gegen das von der Landesregierung anvisierte Polizeigesetz NRW. Durch dieses soll die Polizei mit deutlich weitreichenderen Befugnissen ausgestattet werden, auf die wir bereits in einem Beitrag vor einigen Tagen näher eingegangen sind. Bislang machten Ultras und Fans von Fortuna Düsseldorf, dem 1.FC Köln, Borussia Dortmund und vom Viertligisten FC Viktoria Köln für eine Teilnahme an der Demonstration mobil und wollen damit ihrer ablehnenden Haltung gegenüber dem äußerst umstrittenen Polizeigesetz Ausdruck verleihen. Andere Fanszenen aus Nordrhein-Westfalen hielten sich mit Mobilmachungen bislang zurück und äußerten sich nicht weiter zu einer Teilnahme der wohl größten Demo im gesamten Bundesland.

Mit den »Ultras Gelsenkirchen« ruft nun eine der größten und einflussreichsten Gruppierungen zu einer Teilnahme an der Demonstration in Düsseldorf auf und gibt hierfür eine gemeinsame Anfahrt per Bahn bekannt. Mit dem Zug soll es für alle Schalke-Fans ab 11:32 Uhr vom Gelsenkirchener Hauptbahnhof in die Rhein-Metropole gehen, wo man geschlossen in Blau auftreten möchte. Das angesichts der Rivalitäten zwischen Borussia Dortmund bzw. dem 1.FC Köln und dem FC Schalke 04 Fans letzteren Vereins ebenso mobil machen, verwundert auf der einen Seite sicherlich, zeigt jedoch auch dass die politische Tragweite des Gesetzes an diesem Tag schwerer wiegt, als die Feindschaft untereinander.

Auch die Bielefelder Ultras der »Lokal Crew« machten für eine »Nein! Zum neuen Polizeigesetz in NRW«-Demo mobil, die jedoch gestern in Bielefeld stattfand. Wie angekündigt zogen die Fans des DSC Arminia Bielefeld als »Arminia-Block« durch die eigene Stadt und protestierten unter den insgesamt rund 1.100 teilnehmenden Demonstranten mit entsprechendem Banner und Gesängen gegen das Polizeigesetz NRW. Laut Polizei soll die Demonstration friedlich verlaufen sein. Überschattet wurde dies lediglich von einzelnen Demonstrationsteilnehmern, die Fahnen mit PKK-Bezug mitgeführt haben sollen. Die Arbeiterpartei Kurdistans gilt als eine militante politische Bewegung in der Türkei, sorgte dort vor einigen Jahren für zahlreiche Terroranschläge und wird seitdem von der türkischen Regierung bekämpft. In Deutschland ist die PKK als Terrororganisation eingestuft, weshalb das Tragen und Mitführen von Symbolen der kurdischen Widerstandsbewegung verboten ist.

 

Foto: ultras-ge.de | Kurvennews am 01.07.2018

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