RWO-Fans verlieren Führerschein wegen »aggressiven Verhaltens« im Stadion

Bereits 2016 machte ein kurioser und durchaus fragwürdiger Einfall der Stadt Oberhausen die Runde. So wurden 15 Fans von Rot-Weiß Oberhausen zur Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung geladen, die in der Regel nur bei stark alkoholisierten Autofahrern angewandt wurde. Besteht man die im Volksmund oftmals auch »Iditiotentest« betitelte Prüfung nicht, führt das zum Entzug des Führerscheins.

Den Fans des viertklassigen Traditionsvereins wurde ein erhöhtes Aggressionspotential vorgeworfen, dass sich auch im Straßenverkehr widerspiegeln könne. Zunächst weigerten sich die Betroffen, da sie keinen Zusammenhang zwischen ihrem »aggressiven« Auftreten beim Fußball und dem Autofahren im Alltag sahen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf gab der Stadt Oberhausen nach einer zweiten Prüfung jedoch recht, weshalb die 15 Anhänger zur MPU antreten mussten. Vier davon weigerten sich und wollten es auf eine erneute Prüfung ankommen lassen, auf die letztlich aus Kostengründen und wegen des Urteilsspruchs verzichtet wurde. Von eben jenen vier RWO-Fans wurde nun der Führerschein eingezogen, was Fragen über eine gewahrte Verhältnismäßigkeit von Seiten der Behörden aufkommen lässt.

Fotos: Würzburger Expertenrunde | Kurvennews am 21. November 2017

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