Pyroshows beim Schleswig-Holstein-Derby zwischen Kiel & Lübeck

Am heutigen Samstagmittag kam es im Holstein-Stadion zum Schleswig-Holstein-Derby zwischen der zweiten Mannschaft der Kieler SV Holstein und dem VfB Lübeck in der Regionalliga Nord. Bereits im Vorfeld machten beide Fanszenen für das prestigeträchtige Duell mobil, obwohl es sich auf Seiten der Störche nur um die viertklassige U23 handelte.

Während die Kieler Fanszene um »Block 501« für einen Treffpunkt an einer unweit des Stadions gelegenen Sportsbar warb, organisierten die Fans des VfB Lübeck einen Buskonvoi in die Landeshauptstadt. Letztlich sollten es rund zehn Busse sein, in denen einige der Gästefans nach Kiel reisten, wo die Ultras des VfB vor Anpfiff des Spiels mit einer Pyroshow in Erscheinung traten. Aufgrund des Zündens grünem Rauch, weißem Rauch, mehreren Bengalischen Fackeln und zwei Leuchtspurelementen, verzögerte sich der Anpfiff der Partie, da der Schiedsrichter beide Mannschaften wieder in Richtung Kabinen schickte.

Mit einer Pyroeinlage zogen in der ersten Halbzeit auch die Fans von Holstein Kiel nach, die auch in der zweiten Halbzeit zur Bengalischen Fackel und Rauchdose griffen. Gezündet wurde in Block 501 hinter einer »Anti HL« Zaunfahne, die bei Derbys gegen den Rivalen aus der Hansestadt Lübeck zum Einsatz kam. Die Fans und Ultras des VfB Lübeck flaggten mit ihren üblichen Zaunfahnen an. Vom auf die Gegengerade verlegten Gästeblock sahen diese wie ihr VfB in der 17. Minute mit 1:0 in Führung ging, ehe die zweite Mannschaft der Kieler SV Holstein das Derby drehen und durch Treffer in der 27. und 62. Minute gewinnen konnte. Verfolgt wurde das Derby in der Regionalliga Nord von rund 2.700 Zuschauern im Holstein-Stadion. Rund um das Kieler Stadion soll heute alles ruhig geblieben sein. Lediglich ein Gästefan wurde wegen einer Ordnungswidrigkeit angezeigt, nachdem er außerhalb des Stadions einen Böller gezündet haben soll. Ansonsten kam es zu keinen sonstigen Aktivitäten beider Fanszenen

Anders hingegen in der Nacht bzw. in den Nächten vor dem Derby. So sollen Dosenkünstler aus der Kieler Fanszene in der Nacht auf Donnerstag ein großes »Lübeck Schweine« Graffiti auf Höhe der Gemeinde Bornhöved an der Autobahn A21 angebracht haben. Keine 24 Stunden später wurde dieses von mutmaßlichen Fans des VfB Lübeck in ein »KSV Schweine« umgewandelt. In der Nacht vor dem Spieltag am Samstag sollte es am Streckenabschnitt der A21 dann noch einmal interessant werden. So sollen sich mehrere Autos aus Kiel auf den Weg zum Graffito aufgemacht haben, um dieses erneut zu übersprühen. Keine zwei Stunden später machte sich eine ebenfalls größere Gruppe aus der Lübecker Fanszene auf, um das Bild an der Lärmschutzwand abermals in eines gegen den Derbygegner Holstein Kiel zu verwandeln. Auch wenn bei den mit Farbdosen bewaffneten Fahrten an den Graffiti-Spot in der Nacht von Freitag auf Samstag auf beiden Seiten jeweils weitaus mehr als nur eine Autobesatzung unterwegs waren, soll es zu keinem direkten Aufeinandertreffen beider Fanlager gekommen sein.

Fotos: calcio-culinaria.de | Kurvennews am 17.11.2018

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