Pyroshow bei Kölner Europapokal-Heimspiel

Am vergangenen Donnerstagabend empfing der 1.FC Köln zum ersten Heimspiel im Europapokal seit vielen Jahren den serbischen Vertreter Roter Stern Belgrad. Bereits im Vorfeld spielten die Sicherheitsverantwortlichen von Polizei und Verein verrückt, da man schwere Ausschreitungen wie beim letzten Aufeinandertreffen im Jahre 1989 vermutete. Damals suchten erlebnisorientierte Fans den Kontakt zum anderen Fanlager im Stadion und beide Seiten bewarfen sich mit Pyro.

Dazu kam es am Donnerstag nicht. Nichtsdestotrotz mobilisierte Roter Stern erneut tausende Fans nach Köln, wovon ein Bruchteil in Deutschland lebende Anhänger waren. Am Vortag wurde mit Ivan Bogdanov ein bekannter serbischer Hooligan verhaftet, von dem vermutet wird Rädelsführer der »Delije« zu sein. Nach einer Anhörung wurde dieser mitsamt Begleitpersonen allerdings noch vor Spielbeginn wieder freigelassen. Zum Müngersdorfer Stadion zog die »Delije« per Fanmarsch, der stets von Beamten eingerahmt und von einem Polizeihubschrauber begleitet wurde.

Von Kölner Seite aus wurde am Mittag ein Angriff auf sich in einem Café befindliche Gästefans gestartet. Bis auf ein paar geworfene Stühle passierte allerdings nicht viel und die Polizei war binnen weniger Augenblicke zur Stelle. Allgemein war die Präsenz mit 2.300 Beamten in der gesamten Stadt überdurchschnittlich hoch, wodurch es Fans und Ultras des 1.FC Köln schwer gemacht wurde an die Gästefans heranzukommen. Diese konnten wenigstens im Stadion auf sich aufmerksam und sorgten für eine ansehnliche Pyroshow in der Südkurve des ausverkauften Kölner Stadions. Die Gästefans zündeten ebenfalls vereinzelt und konnten sich am Ende über einen 1:0 Sieg über den FC freuen.

Fotos: Köln, Stadionlust | Kurvennews am 30. September 2017

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.