Pyro beim Montagabendspiel & Bochumer Ostkurve ohne Ultras

Gestern Abend standen sich die beiden westdeutschen Traditionsvereine VfL Bochum und Fortuna Düsseldorf im Montagabendspiel an der Castroper Straße gegenüber. Insgesamt wollten sich 27.599 Zuschauer diese Zweitliga-Begegnung nicht entgehen lassen, wodurch das Ruhrstadion restlos ausverkauft war. Im Gästeblock und hinter dem Tor fanden sich rund 5.000 Fortuna-Fans ein, die während dem Spiel vereinzelte Bengalische Fackeln zündeten und lautstark zu vernehmen waren.

Begünstigt wurde das durch den Rückzug der Bochumer Ultràgruppen seit der beschlossenen Ausgliederung, über die kürzlich auf der Mitgliederversammlung entschieden wurde. Zuvor setzten sich die »Ultras Bochum« und »Melting Pott« für den Erhalt des e.V. ein, scheiterten mit ihrer Initiative allerdings bei der Mehrheit der VfL-Mitglieder. Seitdem bleibt der mittlere Bereich des Zauns in der Ostkurve unbeflaggt und jegliches Engagement wurde von Seiten der aktiven Fangruppen bis auf weiteres eingestellt.

Beispielsweise planten die »Ultras Bochum« gemeinsam mit der »Faninitiative« einen großen Sonderzug nach Berlin am letzten Spieltag der Saison, deren Planung nun vollständig abgegeben wurde. Begründet wurde die Entscheidung mit den »Geschehenissen rund um den Verein« und der »Ausgliederung der Profiabteilung«. Auch bei Auswärtsspielen, wie beispielsweise im Pokal in Paderborn, waren zuletzt keine Fahnen der Bochumer Ultràszene zu sehen. Wie lange der Boykott anhält und ob es sich bei dem Rückzug womöglich um eine endgültige Entscheidung handelt, darüber sollen sich die Gruppen aktuell selbst noch uneins sein.

Fotos: photomafia-bochum.blogspot.de | Kurvennews am 31. Oktober 2017

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