Orangefarbene Rauchwolke & Pyro in »Leutzscher Hölle«

Während hunderttausende evangelische Christen das Reformationsfest feiern und Millionen Bürger froh sein dürften, dass der 500. Reformationstag zum bundesweiten Feiertag erklärt wurde, durften sich am heutigen Dienstagmittag über 5.000 Fans auf ein großes Fußballfest im Alfred-Kunze-Sportpark freuen. Auch wenn eine kirchliche Verbindung nicht unmittelbar vorhanden ist, waren der Glauben und das Beten auch auf das Achtelfinale im Sachsenpokal übertragbar, in dem sich die BSG Chemie Leipzig und der FSV Zwickau gegenüberstanden.

Eröffnet wurde der Pokalfight in der »Leutzscher Hölle« mit einer Pyroshow aus kleinen Bengalischen Fackeln in grün und rot sowie einem großen Banner der »Diablos Leutzsch«. Die Fans des FSV Zwickau schöpften auf der Gegenseite ihr gesamtes Kartenkontingent im ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark aus und hüllten den Gästeblock kurzerhand in eine dichte orangefarbene Rauchwolke. Außerdem zündeten Zwickauer Ultras immer wieder Pyro und verbrannten eine Zaunfahne der »Weißenfelser Jungs«, die früher als erlebnisorientierter Fanclub des indirekten Vorgängervereins FC Sachsen galten. Unterstützt wurden die Gäste von befreundeten Fans der SG Dynamo Dresden – die Chemiker dagegen von Frankfurter Ultras, die mit der bekannten Dönerfahne anwesend waren.

Sportlich gesehen gingen die Gastgeber in Grün und Weiß in Halbzeit eins mit 2:0 in Führung, die vor dem Halbzeitpfiff noch zum 2:2 ausgeglichen werden konnte. In der zweiten Halbzeit gaben sich die Schwäne dann kämpferischer und wollten ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Allerdings gelang es der BSG Chemie erneut in Führung zu gehen und konnte diese in der Nachspielzeit sogar auf 4:2 ausbauen, wodurch der FSV Zwickau aus dem Pokal geworfen wurde. Die Leutzscher feierten indes einen überraschenden Pokalsieg und ziehen damit in das Viertelfinale des Sachsenpokals ein.

Fotos: Ronny Dresden, 2mal45, | Kurvennews am 1. November 2017

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