[Österreich] Sonderzug, Gruppengeburtstag & Pyro bei Rapid in Innsbruck

Per Sonderzug reiste die überwiegende Mehrheit der 1.000 Rapid-Fans nach Innsbruck. Dort sollte am heutigen Sonntag die Bundesliga-Begegnung zwischen dem FC Wacker Innsbruck und Rapid Wien stattfinden, zu der 7.665 Zuschauer in das Tivoli kamen. In diesem läutete die Gruppe »Unterland 1913« das Heimspiel mit einer großen Blockfahne über die Tivoli Nord ein, unter der ein großes Banner mit darauf abgebildeter Gruppenfoto-Zeichnung sowie dem Wappen des FC Wacker und der Stadt Innsbruck zu sehen war. Organisiert wurde die Aktion der Gruppe »Unterland 1913« aufgrund des eigenen 25 jährigen Bestehens. Gegründet hatte man sich als Abordnung der Ultràgruppe »Verrückte Köpfe«, mit Mitgliedern, die aus vorrangig aus den Dörfern Kirchdorf und St. Johann und damit im Tiroler Unterland beheimatet waren bzw. es nach wie vor noch sind. Nachdem die Sektion VK Unterland ab 2004 nicht mehr aktiv verfolgt wurde, hatte diese ab 2006 dann einen verstärkten Zulauf an jungen Wackerfans, die aus den Regionen Kössen, Kitzbühel, Kufstein, Wörgl, Jenbach und bereits erwähnten Dörfern kamen. Im Dezember 2011 soll es dann zu Reibereien innerhalb der »Verrückten Köpfe« gekommen sein, in Zuge dessen sich die Sektion Unterland zur Gruppe »Unterland 1913« abspaltete und sich seitdem eigenständig in das Geschehen des Tivoli Nord und damit der aktiven Fanszene des FCW einbringt.

Später folgte noch ein größeres Banner mit der Aufschrift »Gepflegt & Arrogant – Szene Unterland«, hinter dem mehrere Bengalische Fackeln gezündet wurden. Außerdem war auf der Nordtribüne des Tivoli-Stadions im weiteren Verlauf des Spiels ein Banner mit der Aufschrift »Gegen Polizeiwillkür & Repression« zu sehen, mit dem sich die Ultras des FC Wacker Innsbruck unter anderem auf die Vorfälle beim letzten Aufeinandertreffen in Wien-Hütteldorf bezogen haben (ausführlicher Beitrag dazu hier). Außerdem meldete sich das »Unterland 1913«, deren Zaunfahne trotz Choreografie aus Protest auf dem Kopf aufgehangen wurde, noch mit einem »Trotz Meldeauflagen und Polizeischikanen – unser Herz wird immer für Wacker schlagen!!!« Spruchband zu Wort.

Im Gästeblock wussten die Gästefans aus der Hauptstadt Wien mit einem lautstarken Support zu gefallen, der in der ersten Halbzeit durch drei große Doppelhalter mit dem Kürzel der »Ultras Rapid« und deren Gruppenlogo versehen waren. In der zweiten Halbzeit griffen die zwischenzeitlichn sich vermummenden Rapidler zur Bengalischen Fackel und machten mit einer größeren Pyroshow auf sich aufmerksam. In der Nachspielzeit durften sich die angereisten Hütteldörfer dann über einen späten Siegtreffer durch den eingewechselten Berisha freuen. Angesichts des Spielverlaufs, bei dem sich Wacker etwas mehr hochwertige Torchancen herausspielen konnten ein eher glücklicher Auswärtssieg, durch den der SK Rapid auf dem achten Tabellenplatz verbleibt, während die heutigen Gastgeber nicht vom zehnten Platz der österreichischen Bundesliga-Tabelle davon kommen.

Fotos: Unterwegs in Sachen Fussball | Kurvennews am 02.12.2018

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