Mutmaßliche Lok-Fans nach schwerer Attacke am Ballermann im Gefängnis

Mit einem ordentlichen Haufen reisten Fans, Ultras und Hooligans des 1.FC Lokomotive Leipzig diese Tage nach Mallorca, um am dortigen Ballermann einen gemeinsamen Partyurlaub zu verbringen.

Während diesem kam es am Samstagabend zu einem Vorfall, bei dem mehrere mutmaßliche Lok-Fans in eine handfeste Auseinandersetzung mit Securitymitarbeitern des »Megaparks« gerieten. Zwar sind Auseinandersetzungen unter Partybesuchern in den großen Diskotheken am Ballermann wahrlich keine Seltenheit und auch motivierte Fußballleute lassen sich dort gerne mal für die ein oder andere Boxerei ermutigen. Dass das Ganze für das Opfer, einem 44-jährigen Security-Mitarbeiter senegalesischer Herkunft, ein zukünftig womöglich deutlich eingeschränktes Leben kostet, hingegen schon.

So sollen zwei Urlauber, aus einem Leipziger Vorort und direkt aus Leipzig stammend, den Security-Mitarbeiter laut mallorquinischen Medienberichten äußerst brutal angegriffen haben, der daraufhin notoperiert werden musste. Ereignet hatte sich der Vorfall gegen 21:30 Uhr im Megapark und die beiden als mutmaßliche Täter festgenommen Anfang Zwanzigjährigen sollen überdies Mundschützer während der Attacke getragen haben. Nach einer anschließenden Festnahme durch die Polizei und Inhaftierung in ein spanisches Gefängnis sollen auch die Handys der Tatverdächtigen durchsucht worden sein. Hierbei wollen die Ermittler rechtsradikale Grafiken gefunden haben, weshalb man bei dem Angriff auf den dunkelhäutigen Security-Mitarbeiter einen rechtsradikalen Hintergrund vermutet. Jene Informationen übernahmen auch deutsche Medien.

Aus Kreisen Lok Leipzigs heißt es uns gegenüber, dass der Türsteher unmittelbar handgreiflich geworden wäre und sich so eine kleine Auseinandersetzung zunehmend und mit einigen weiteren Securities aufgebauscht hätte. Darüber hinaus seien keine Handys einkassiert worden, weshalb auch nicht von zusammengereimten Theorien eines rechtsradikalen Hintergrunds die Rede sein könne. Dies sei typisch für sämtliche Medien, die den Verein und deren Anhängerschaft gerne pauschal in eine rechtsextreme Ecke rücken wollen.

Für das Opfer könnte die Konfrontation drastische Folgen haben. Durch die schweren Rückenverletzungen, bei der auch das Rückenmark geschädigt wurde, droht dem 44 Jährigen eine dauerhafte Querschnittslähmung. Des Weiteren soll sich der Security-Mitarbeiter das Jochbein und mehrere Rippen.gebrochen haben.

Die »Leipziger Volkszeitung« will über spanische und deutsche Behörden in Erfahrung gebracht haben, dass es sich bei den beiden Angreifern um Mitglieder der großen Lok-Reisegruppe handeln soll. Wie eingangs erwähnt machen diese gerade, ebenso wie andere Gruppen, die Partymeile in S’Arenal auf Mallorca unsicher. Für die beiden Inhaftierten soll es indes zu einem Prozess wegen versuchtem Totschlags kommen.

Symbolfoto: GruppaOF | Kurvennews am 11.06.2019


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