Münchner Löwen geben finale Infos zu eigenem Sonderzug nach Münster bekannt

Am morgigen Samstag gastiert der TSV 1860 München beim traditionsreichen Sportclub Preußen Münster, auf den man erstmals und letztmals in den Jahren 1963 und 1964, in der allerersten Bundesliga-Saison überhaupt, traf. Die »Münchner Löwen« boten in den vergangenen Wochen Karten für einen Sonderzug ins Münsterland an, der eigens von dem Dachverband aller Ultràgruppen von Sechzig München geplant wurde und gestemmt wird.

Eine hohe dreistellige Zahl soll mit diesem heute Nacht die Zugfahrt ins Münsterland antreten, wofür die »Münchner Löwen« nun noch einige finale Informationen bekannt geben. So soll die Abfahrt vom Ostbahnhof in München verlaufen, aus dem der Sonderzug pünktlich ausfahren wird und deshalb nicht auf Nachzügler warten kann. In der Mitteilung der aktiven Fanszene wird ebenso darauf hingewiesen, dass erneut mit umfangreichen Kontrollen der Polizei gerechnet werden müsse, weshalb vor der Abfahrt etwas mehr Zeit eingeplant und auf die Ansagen der Capos geachtet werden sollte.

Um die Fahrt nach Münster und zurück stressfrei antreten und bewältigen zu können, legen die Ultras von 1860 München den mitfahrenden Löwenfans außerdem einen Verhaltenskodex auf. Aus diesem geht unter anderem hervor, dass ein absolutes Glasflaschenverbot im Zug herrschen wird, jeglicher Vandalismus wie das Beschmieren oder Bekleben des Zuges verurteilt wird und den Ordnern im Zug Folge zu leisten sei. Außerdem möchte man diszipliniert auftreten und weist darauf hin, dass etwaige alkohol- oder drogenbedingte Totalausfälle zu einem Ausschluss von der Sonderzugfahrt führen können. Im gleichen Atemzug erwähnen die »Münchner Löwen«, dass sowohl rund um den Zug, während der Zugfahrt, als auch beim Auswärtsspiel im Preußenstadion auf Pyrotechnik verzichtet werden soll. Stattdessen ist eine große Choreografie geplant, die in vielen Stunden aufwendig vorbereitet wurde und für die beim Verlassen des Gästeblocks gespendet werden könne.

Der SC Preußen Münster darf sich unterdessen auf eine volle Hütte an der Hammer Straße freuen und setzte im Vorverkauf bereits über 11.000 Karten für die Drittliga-Begegnung ab. Neben der Gästekurve sind Gegengerade und Haupttribüne restlos ausverkauft, während es auf der Ostseite des Stadions noch ein paar freie Plätze gibt. Insgesamt können aufgrund von Sicherheitsbestimmungen maximal 13.800 Zuschauer dem Spiel im Preußenstadion beiwohnen. Die Stimmung wird in dem altehrwürdigen Rund voraussichtlich eher einseitig ausfallen. Seit der beschlossenen Ausgliederung in eine Kapitalgesellschaft, boykottieren die Münsteraner Ultràgruppen, die sich nach jahrelangem Zoff erst kurz zuvor wieder in einer Kurve vereint hatten, sämtliche Partien ihres SCP und verfolgen diese zahlenmäßig zunehmend abschwächend und wenn überhaupt nur noch stumm.

Fotos: muenchnerloewen.de | Kurvennews am 02.11.2018

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