MSV Duisburg spricht Hausverbote nach Vorfällen in Darmstadt aus

Vor wenigen Tagen berichteten wir ausführlich über den Zusammenstoß zwischen antifaschistischen Ultras und Duisburger Hooligans, die sich offenbar von einem »Zebras gegen rechts« Banner gestört fühlten. Dadurch kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen im Gästeblock des Stadion am Böllenfalltor in Darmstadt, die erst mit dem Einschreiten der Polizei während des Spiels beendet werden konnten.

Nun reagiert der MSV Duisburg und spricht sechs sofort gültige Hausverbote gegen die Angreifer aus, deren Zahl mit der andauernden Auswertung von Videos und Ermittlungen von Seiten der Behörden noch weiter ansteigen könnte. Der Verein möchte bewusst nicht von »Anhängern« sprechen, da sich rechtes Gedankengut nicht mit den Werten des MSV vereinbaren ließe. Stattdessen stehen die Zebras laut der Mitteilung des Vereins für »Vielfalt und Integration [und seien] offen für alle Menschen, Kulturen und Religionen.

Die erneuten Auseinandersetzungen sind lediglich ein weiterer trauriger Höhepunkt in einer Reihe zahlreicher auf politischen Differenzen basierender Querelen unter den MSV-Fans. Während insbesondere den Ultras der »Kohorte« vorgeworfen wird den Fußball zu politisieren, setzen sich diese gegen Rassismus und Diskriminierung im Wedaustadion ein. Werte, die es in der gesamten Gesellschaft zu vertreten gilt, auch wenn es mitunter einen schmalen Grat darstellen kann für diese Werte einzustehen oder diese anderen aufzuzwingen.

Fotos: Kohorte DuisburgNico Herbertz | Kurvennews am 8. Februar 2017

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