Motivierte Löwen mit Strandbesuch & Gedenken an verstorbenen Spieler & Rostocker Ultras mit großer Pyro-Choreo

Am heutigen Samstagmittag kam es im Ostseestadion zur Drittliga-Begegnung zwischen dem FC Hansa Rostock und dem TSV 1860 München. Die Partie galt im Voraus als durchaus brisant, da beide Fanszenen zu den größten der dritten Liga gehören und seit Jahren nicht mehr aufeinander getroffen sind.

Diese gewisse Brisanz zeigte sich vor dem Spiel, als rund 100 sportlich-motivierte Ultras aus München früh am Warnemünder Strand aufkreuzten und sich dort den gesamten Vormittag über ohne jegliche Polizeibegleitung die Zeit verschlagen haben sollen. Auch soll ein größeres Kräftemessen mit Ultras des FC Hansa Rostock vereinbart worden sein, was letztlich durch die Gastgeber abgesagt bzw. nicht zustande gekommen sein soll. Diese sollen den motivierten Gästen jedoch großen Respekt für die unerwartete Aktion gezollt haben, waren ihrerseits allerdings mit dem Aufbau einer großen Choreografie beschäftigt und dadurch was spontan verfügbare und motivierte Ultras anging etwas dezimiert.

Eben jene in den Stunden vor dem Spiel aufgebaute Choreografie wurde dann zu Beginn des Spiels präsentiert und bestand aus blauen, weißen und roten Metallic-Pappen und einem großen »Suptras Rostock« Banner vor der Südtribüne. Auf dieser wurde außerdem die Wikingerfigur aus dem Gruppenlogo der »Suptras« mittels Seilen zum Dach hochgezogen, ehe sich ein mutmaßlicher Ultrà des FC Hansa Rostock per Seil vom Dach abgeseilt haben soll, um so eine Rauchfackel in den Händen des Wikingers zu entzünden. Anschließend wurden an mehreren Stellen der Südtribüne bunte Rauchfackeln gezündet, die ein sehr gelungenes Bild abgaben und eine kurze Spielunterbrechung zur Folge hatten.

Die rund 1.500 Fans von Sechzig München präsentierten ebenfalls eine Choreografie, die allerdings  einem traurigen Ereignis gewidmet wurde. So starb ein 24 jähriger Spieler der III. und IV. Mannschaft des TSV 1860 bei einem Autounfall in Togo, weshalb Ibrahim Kododji nun mit schwarzen Pappen und einer Abbildung seiner Person im weiß-blauen Trikot die letzte Ehre erwiesen wurde. Durchgeführt wurde die Aktion in der 17. Minute in Anlehnung an die Rückennummer von »Ibo« und wurde mit einer Schweigeminute verbunden, während dieser eine Fackel für den Verstorbenen gezündet wurde.

Später widmeten sich die »Münchner Löwen« mit einer zweiteiligen Einlage dem eigenen Leitspruch, der sowohl für einen weißen Part für das heimische Viertel Giesing und einen dunkelblauen Part für den eigenen Verein herhalten durfte. So hieß es mit weißen Pappen »Mein Viertel für alle Zeit« und passend dazu ein »Giesing« Banner, ehe dunkelblaue Pappen mit der Aufschrift »Mein Verein für alle Zeit« hinter einem »Sechzig« Banner zum Vorschein kamen. Im weiteren Verlauf der Partie beschränkten sich dann beide Seiten auf das Geschehen auf dem Rasen, das zum Ende der Begegnung immer spannender wurde. Nach 90 Minuten trennten sich beide Mannschaften leistungsgerecht mit einem 2:2 vor 18.000 Zuschauern.

Fotos: instagram.com/marv_hro, instagram.com_inferno_obstsalat, muenchnerloewen.de | Kurvennews am 16.09.2018

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