Leere Nordkurve Nürnberg protestiert gegen Montagsspiele

Am bundesweiten Aktionsspieltag gegen Montagsspiele und fanunfreundliche Anstoßzeiten musste der 1.FC Nürnberg gestern Abend zur äußerst kritisch betrachteten Terminierung zum Wochenbeginn ran. Die aktiven FCN-Fans wussten das Montagsspiel der Bundesliga für ein deutliches Zeichen zu nutzen und ließen die Blöcke 7, 9 und 11 in der ersten Halbzeit komplett leer.

Die »Ultras Nürnberg 94« verliehen ihrem Unmut mit einem »Wir sind nicht aufgestiegen um wieder montags zu spielen!« Ausdruck. Die im Nebenblock beheimatete »Banda di amici« hingegen mit »Fußball ist am Wochenende!« und »Montagsspiele abschalten – in allen Ligen« Bannern. Außerdem war in der Nordkurve des Max-Morlock-Stadions noch ein »Lieber schauen wir heute eine Halbzeit durch Plexiglas, als in ein paar Jahren nur noch in die Röhre«.

In die Röhre schaute am gestrigen Montagabend die Fanszene von Bayer Leverkusen und zwar gleich beide Halbzeiten. Gemeinsam mit und im Fanprojekt Leverkusen organisierten die »Ultras Leverkusen« einen Weihnachtsmarkt als Alternativprogramm und lockten damit eine gewisse Anzahl an Bayer-Fans an. Während die SVB-Fans in der eigenen Farbenstadt verweilten, läuteten die Ultras des 1.FC Nürnberg die zweite Halbzeit mit allerhand Tifo-Material ein. Hinzu kam eine runde Blockfahne mit der Aufschrift »für fangerechte Anstoßzeiten«, die an einem regnerischen Montagabend nicht besser als deutliche Forderung hätte verstanden werden können. Auf einem schwer bespielbaren Rasen trennten sich der Glubb und die Werkself mit 1:1 voneinander.

Fotos: instagram.com/ilja_fcn | Kurvennews am 04.12.2018

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