Kritik gegen hohe Kartenpreise bei FC Bayern München Testspiel

Mit einem Testspiel gegen Paris Saint-Germain läutete der FC Bayern München seine Testspiel-Reihe in der diesjährigen Saisonvorbereitung ein, die im Rahmen des International Champions Cup veranstaltet wird. In diesem treten 18 europäische Topklubs – darunter Real Madrid, Juventus Turin, FC Chelsea, FC Barcelona und auch der FC Bayern München – gegeneinander an, die unter anderem in England, Frankreich, Spanien, aber auch den USA oder Singapur gegeneinander antreten. Das Testspiel-Turnier mit 18 Spitzenklubs aus England, Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland dürfte insbesondere der Vermarktung der einzelnen Vereine, wie auch dem International Champions Cup selbst dienen, der mit einer Dauer von drei Wochen angesetzt ist.

Das erste Spiel bestritt der FC Bayern München am Samstag im Wörthersee Stadion im österreichischen Klagenfurt, in dem man wie eingangs erwähnt auf Paris Saint-Germain traf. Die Kartenpreise waren dabei überdurchschnittlich hoch und so sollte ein Ticket der günstigsten Kategorie mit 57 Euro zu Buche schlagen. Die anwesenden Fans von Bayern München blätterten offenbar sogar 67 Euro für das Spiel hin, was auf zwei präsentierten Bannern aus Kreisen der Fangruppe »Munichs Red Pride« kritisiert wurde. »Ticket: 67€, Trikot: lila-grau – Kalle stopp die Vermarktungssau!« hieß es beispielsweise auf einem Transparent, das Bezug auf die hohen Kartenpreise, das neue Auswärtstrikot des Rekordmeisters und auf den regelrechten Vermarktungswahn von Seiten Karl-Heinz Rummenigge nahm. »67€… International Cash Cow – Ami, go home!« hieß es stattdessen auf dem zweiten Banner, auf dem das Kürzel ICC für International Champions Cup hervorgehoben wurde.

Zwar ist die Kritik an den hohen Kartenpreisen von den wenigen anwesenden aktiven Fans des FC Bayern München in jeglicher Hinsicht berechtigt, nichtsdestotrotz müssen sich die kritischen Fans selbst hinterfragen ob eine Anwesenheit bei einem solchen Spiel trotz Protest sinnvoll ist. So behält jeder anwesende Zuschauer – ebenso wie jeder Zuschauer im TV – eine gewisse Mitschuld an der zunehmenden Kommerzialisierung und fördert den mittlerweile fast schon ausufernden Vermarktungswahn des Fußballs. Vielleicht wäre ein Fernbleiben, wie es andere aktive Gruppe der Südkurve München ebenso getan haben, angemessener gewesen, da sich die Veranstalter wohl kaum von ein, zwei kritischen Sprüchen beeindrucken lassen werden. Allgemein schien das Interesse an dem Testspiel auch durch die Ticketpreise eher gering. Lediglich 15.000 Zuschauer kamen ins Wörthersee Stadion, was angesichts der beiden hochkarätigen Mannschaften als eher dürftig einzuschätzen ist.

Fotos: footballislife.blogsport.de | Kurvennews am 23.07.2018

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