Kölner Pyroshow zum Saisonauftakt in Bochum

Mit einem Aufruf alle im FC-Trikot und um 10:15 Uhr am Bochumer Hauptbahnhof zu erscheinen, machten die aktiven Gruppen des 1.FC Köln für das Auswärtsspiel beim VfL Bochum mobil. An diesem fanden sich am vergangenen Samstagvormittag dann auch eine beachtliche Anzahl an FC-Fans zusammen, die vom Vorplatz des Bahnhofs im großen Corteo in Richtung Castroper Straße und letztlich zur Westseite des Ruhrstadions marschierten. Auf dieser positionierten sich die Ultras und Fans des 1.FC Köln über die gesamte Breite und läuteten das erste Zweitliga-Spiel der neuen Saison mit länglichen Lulatsch-Luftballons, Luftschlangen und Konfetti ein. Dazu wurde ein »su lang dat Füer en uns brennt weed dä FC Kölle nit ungerjonn« Banner am Zaun gehalten, das aus dem rheinischen Dialekt mit den Worten »Solange das Feuer in uns brennt, wird der FC Köln nicht untergehen« ins Hochdeutsche übersetzen lässt. Abgerundet wurde die Aktion mit dem Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in Form einzelner Bengalischer Fackeln sowie weißem und roten Rauch.

Mit Spannung erwarteten sicherlich Einige, wie sich die Situation in der gegenüberliegenden Ostkurve zum Saisonbeginn gestalten würde. Mit den »Ultras Bochum« und »Melting Pott« zogen sich die zwei größten Ultràgruppen aus dem Herzen der Bochumer Fankurve zurück, da man bis zuletzt versuchte eine Ausgliederung der Profimannschaft zu verhindern, diese letztlich aber von einer Mehrheit der VfL-Mitglieder entschieden wurde (Beitrag dazu hier). Seitdem positionieren sich die Ultras teils geschlossen, teils weniger geschlossen, auf der Gegengerade und verfolgen von dort aus weitgehend stumm die Spiele ihres 1848 gegründeten Vereins für Leibesübungen. Trotz des anhaltenden Stimmungsboykotts bemühten sich einige Fans des VfL Bochum im Stimmung im mit 26.600 Zuschauern gefüllten Ruhrstadion, in dem in Block A zum wiederholten Male eine blau-weiße Blockfahne hochgezogen wurde.

Fotos: photomafia-bochum.blogspot.de | Kurvennews am 10.08.2018

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