Kölner Fans greifen Fanhaus des Hamburger SV an

Am Samstag war der 1.FC Köln in Hamburg zu Gast, um sich am Abend ein direktes Kellerduell mit dem HSV im Volksparkstadion zu liefern. Ein Match zwischen den Fanszenen beider Klubs gab es bereits am frühen Nachmittag, als Kölner Ultras und Hooligans das Fanhaus des Hamburger SV angriffen. In diesem treffen sich sowohl die aktiven Ultràgruppen der »Nordtribüne Hamburg«, als auch normale HSV-Fans, um sich gemeinsam auf das anstehende Heimspiel einzustimmen.

Circa 80 Kölner sollen sich zunächst in einer Kneipe gesammelt haben, wo es auch zu einer Anfrage der Sportlichen Fraktion des Hamburger SV gekommen sein soll. Kurz darauf griff der Gästemob das Fanhaus in der Stresemannstraße an, in dem sich mindestens die doppelte Anzahl an Personen aufgehalten hat, wovon einige hinaus stürmten. Motiviertere Fans des Hamburger SV sollen hingegen an einer anderen Stelle Ausschau nach Gästen aus der Domstadt gehalten haben und verpassten so den Schlagabtausch vor dem Fanhaus nur knapp, das zugleich als Fanprojekt für den Bundesliga-Dino fungiert.

Nach wenigen Minuten wurde die Schlägerei durch das Anrücken zahlreicher Polizeiwagen beendet, in der sich beide Seiten ordentlich verkauften. Ein folgendes Einkesseln durch die Polizei betraf Fans des 1.FC Köln und Hamburger SV dann gleichermaßen, weshalb im Stadion auf beiden Seiten zunächst auch keine Zaunfahnen aufgehangen wurden. Während der Gästeblock aus Gründen der Solidarität über die gesamte Spieldauer unbeflaggt blieb, da 107 Beteiligte von der Polizei kontrolliert und nach mehreren Stunden zurück in die Domstadt geschickt wurden, hingen die HSV-Ultras ihr Material erst mit dem Erreichen des Stadions zu Spielbeginn auf. Eine geplante Choreografie auf der Nordtribüne soll aufgrund der Umstände kurz zuvor abgesagt worden sein. Das anschließende Kellerduell auf dem Rasen endete mit 0:2 zugunsten für den Effzeh, der damit einen »big point« im Kampf um den Klassenerhalt landete.


Fotos: Matthias Scharf, Wikipedia | Kurvennews am 21. Januar 2018

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