Kleine Pyroshow, »Krägel raus« Banner & Tumulte nach Abstiegsduell in Wolfsburg

In Wolfsburg kam es gestern Nachmittag zum Abstiegsduell zwischen dem VfL Wolfsburg und dem Hamburger SV. Im Vorfeld hatte es von Seiten der Stadt, des Vereins und der Polizei zahlreiche Maßnahmen gegeben, die sicherstellen sollten, dass es in der Innenstadt, rund um und innerhalb der Arena zu keinen Aufeinandertreffen zwischen Fans beider Vereine kommt. Dagegen protestierte die Wolfsburger Ultràszene unter anderem mit einem Aufruf Dosenbier mitzubringen, um so ein Alkoholausschank-Verbot auf dem Stadiongelände ad absurdum zu führen.

Die Ultras des Hamburger SV stellten sich in den Sitzplatzblock des Gästebereichs und positionierten sich hinter der »Nordtribüne« Zaunenfahne. Zwischen Ober- und Unterrang wurde außerdem ein gesprühtes »Krägel raus« Banner angebracht, womit sich die Ultras klar für eine Entlassung des HSV-Stadionchefs Kurt Krägel aussprechen. Dieser wird für über 100 Hausverbote gegenüber der aktiven Fanszene verantwortlich gemacht und sieht in den Fans des Bundesliga-Dinos offenbar derartiges Gefahrenpotenzial, dass er die Zäune auf der Nordtribüne um fast das Doppelte erhöhen ließ. Während dem Spiel kam es im eigentlichen Stehplatz-Gästeblock außerdem zu einer kleinen Pyro-Einlage, bei der blauer Rauch und vier Fackeln gezündet wurden.

Nach dem Spiel, dass die Gäste etwas überraschend aber völlig verdient mit 3:1 gewinnen konnten, stiegen mehrere Wolfsburger Ultras über die Balustrade der Nordkurve und versuchten die eigene Mannschaft zur Rede zu stellen. Nach einer fast schon desolaten Leistung im Abstiegskampf traute sich diese allerdings nicht in die Kurve und so waren es lediglich drei Spieler die sich den eigenen Fans stellten. Hierbei kam es zu kurzen Tumulten, auch wenn von einem Platzsturm oder ernsten körperlichen Attacken keine Rede sein konnte. Beim heutigen Training sollen die VfL-Profis einen Besuch von ein paar Anhängern abgestattet bekommen haben, die ihren Unmut gegenüber der Mannschaft lautstark kundtaten. Begleitet wurde das gestrige Abstiegsduell von 29.400 Zuschauern, darunter ca. 4.000 Fans des HSV.

Fotos: Tina We. | Kurvennews am 29.04.2018

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