»Kein Vergeben – kein Vergessen« & Holocaust-Mahnmal auf St. Pauli

Zum Holocaust-Gedenktag, der zum 73. Mal an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee erinnern soll, gedachten auch die Fans des FC St. Pauli an die zahlreichen Menschen, die dem Nationalsozialismus im Dritten Reich zum Opfer fielen. Auf allen vier Tribünen des Millerntor-Stadions wurden von »Ultrà Sankt Pauli« schwarze Folien ausgelegt, die gemeinsam mit einer in Schwarz gehaltenen Blockfahne und einer Schweigeminute für eine denkwürdige Kulisse sorgten.

Neben den Worten »kein Vergeben – kein Vergessen« zierte auch eine weiße Rose die Blockfahne, die als ein Symbol des Widerstands gegen die Diktatur von Adolf Hitler gilt. Bekannt geworden ist das Symbol als Bezeichnung der Gruppe um die Geschwister Hans und Sophie Scholl, die aus studentisch-bürgerlichen Kreisen gegen das NS-Regime aktiv wurden und insbesondere in München mit Flugblättern auf die Gräueltaten der Nazis aufmerksam machten. Nach dem Spiel, das gegen den SV Darmstadt 98 mit 0:1 im ausverkauften Millerntor-Stadion verloren ging, lud die aktive Fanszene noch zum Holocaust-Mahnmal vor der Südkurve.

Dort wurde unter Initiative des »Fanladen St. Pauli« eine Kranzniederlegung organisiert, der dutzende Fans des Kiezklubs beiwohnten. Im Anschluss daran gab es einen Vortrag zum Thema «Widerstand, Solidarität und Selbstbehauptung von Frauen in Konzentrationslagern«, der in den Fanräumen abgehalten wurde. Für die Gäste aus Südhessen war das Spiel in der Hansestadt erwartungsgemäß eines der größeren Highlights in dieser Saison, was durch einen proppenvollen Gästeblock verdeutlicht wurde. In diesem beteiligten sich die Ultras aus »Block1898« am bundesweiten Aktionsspieltag und hielten zu Beginn ein entsprechendes Spruchband hoch.

Fotos: Alexander Ber., Tim Br., Philipp Be. | Kurvennews am 29. Januar 2018

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