Kaum gefüllte Gästeblöcke in Europa League mit deutscher Beteiligung

Am gestrigen Donnerstagabend waren gleich drei deutsche Mannschaften auf europäischer Bühne in der Gruppenphase der Europa League vertreten, deren Spiele wir in einer Übersicht zusammengefasst haben.

Im Berliner Olympiastadion fanden sich rund 20.000 Zuschauer gegen den ukrainischen Vertreter Sorja Luhansk ein, der von rund drei Dutzend Fans begleitet wurde. Diese hatten ein politisches und solidarisches Banner für zwei Mitglieder der eigenen Fanszene im Gepäck, die während der Ukraine-Krise Fahnen Russlands verbrannt haben sollen und von den russischen Okkupanten zu 17 bzw. 13 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. Besonders kritisch zu betrachten sind die langen Haftstrafen für die beiden jungen Männer Vlad und Artem vor allem in Anbetracht einer fehlenden Rechtsstaatlichkeit, wodurch die Inhaftierungen auf illegitimen Urteilen basieren.

Die TSG Hoffenheim gastierte beim eher unbekannten türkischen Klub Başakşehir, der in einem äußeren Stadtbezirk der Metropole Istanbul beheimatet ist. Dem Verein wird eine besondere Nähe zum umstrittenen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dessen AKP nachgesagt, was durch gewisse parteipolitische sowie geschäftliche Beziehungen verdeutlicht wird. Begleitet wurde die TSG von gerade einmal 30 bis 50 Fans, die von strengen Kontrollen am Eingang geplagt worden sein sollen, die sich über eine Stunde in die Länge zogen.

In Köln war eine Abordnung von aktiven Fans des weißrussischen Klubs BATE anwesend, die mit mehreren Zaunfahnen und zwei Schwenkfahnen angereist sind. Zunächst konnten sich diese auch über ein gutes Spiel ihrer Mannschaft freuen, die zur Halbzeit mit 2:1 führte. In der zweiten Hälfte drehte dann allerdings der FC auf und konnte mit einem 5:2 den ersten und lange ersehnten Europapokal-Sieg einfahren.

Fotos: siehe Instagram | Kurvennews am 3. November 2017

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