Karlsruher Ultras verweigerten Nacktkontrollen in Sandhausen

Am vergangenen Sonntag kam es in der Kurpfalz zur Zweitliga-Begegnung zwischen dem SV Sandhausen und dem Karlsruher SC. Vor dem Spiel kam es laut Aussage des Gruppenbündnisses »Ultra1894« zu mehreren Vorfällen, welche die aktiven Karlsruher Fans nachdenklich stimmt. Unter anderem berichtet diese von einem überhöhten und motivierten Polizeiaufgebot ohne ersichtlichen Grund.

Geschuldet war dies der Änderung in ein »Hochsicherheitsspiel« obwohl es noch nie zu nennenswerten Zwischenfällen beider Fanlager gekommen war. Was die Veranstalter und Beteiligten dazu bewogen hat, war auf den ersten und zweiten Blick nicht ersichtlich. Während sich die Ultras noch über die Polizeibegleitung beim Fußmarsch zum Stadion wunderten, wartete die große Überraschung aber erst unmittelbar am Gästeeingang.

Ohne jegliche Ankündigung wurden am Eingang zum Gästeblock Zelte errichtet, in denen viele KSC-Fans einer Nacktkontrolle unterzogen wurden bzw. unterzogen werden sollten. Da dies gegen jegliche Menschenwürde verstoße und in keinem Verhältnis mit dem eigentlich zu erwarteten entspannten Auswärtsspiel im beschaulichen Sandhausen stand, verweigerten die Ultras die von der Polizei geforderten Kontrollen und begaben sich auf den Heimweg. Dementsprechend waren auch keine Zaunfahnen oder sonstiges Material im Gästeblock zu sehen.

Nach dem Spieltag ziehen die Mitglieder der Gruppen »Phönix Sons«, »Wild Boys«, »Armata Fidelis« und »Rheinfire Karlsruhe« ein ausführliches Resümee und hinterfragen dabei allerhand Verantwortliche. Neben Kritik am gastgebenden Verein und der Polizei, stellen die Ultras auch ganz offen die Arbeit der sogenannten Szenekundigen Beamten infrage. Diese hätten eigentlich eine entspannte Atmosphäre einschätzen können, sorgten mit ihren Entscheidungen aber für ein künstliches Horror-Szenario.

Beispielfotos: ultra1894.de | Kurvennews am 27. April 2017

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