Hopp-Transparent, Rangeleien zwischen BVB & TSG-Fans sowie Drittortauseinandersetzung

Die Fanszene von Borussia Dortmund gilt als eine der schärfsten Kritiker von Mäzen Dietmar Hopp, der seine TSG Hoffenheim durch großes finanzielles Engagement vom regionalen Amateurfußball bis in die Bundesliga führte. Kritik kam von Seiten der Dortmunder Ultras dabei schon zu Beginn der überregionalen Bekanntheit des Dorfklubs auf, nahm in den letzten Monaten jedoch noch einmal deutlich zu, nachdem die TSG Hoffenheim mehrere Betretungsverbote für BVB-Fans in der Rhein-Neckar-Arena veranlasste und generell gerne mal Strafanzeigen gegen Personen stellt, die im Stadion durch kritische Meinungen gegenüber seiner Person auffallen.

In einem lesenswerten Interview mit dem Fan-Magazin »Schwatzgelb.de« geht die »Fanhilfe Dortmund« auf die Vorfälle mit bzw. gegen den Mäzen ein und bewertet die »Causa Hopp« aus rechtlicher Sicht. Hinsichtlich einiger Verhandlungen, die aus dem Vorwurf der Beleidigung gegen über dem Investor der TSG Hoffenheim eingeleitet wurden, zeigten die Ultras von »The Unity« gestern ein »Trotz Verboten, Anzeigen und Sirenen: Du bist und bleibst es! Jeder weiß es!« Spruchband. Ausgespart blieb dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit die Bezeichnung »Hurensohn«, die in Verbindung mit Hopp gerne mal von Seiten aktiver Fußballfans und auch aus den Reihen der Dortmunder Szene verwendet wurde und verwendet wird. Zum Ausdruck kam die Abneigung gegenüber dem offenbar dünnhäutigen Mäzen gestern auch durch eindeutige Gesänge, die mehrmals durch das Westfalenstadion schallten.

Im Gästeblock fanden sich 1.650 Anhänger der TSG Hoffenheim ein. Da diese nicht den gesamten Gästebereich füllen konnten, wurde wie in Dortmund üblich ein Teil des Eckblocks auch Heimfans zur Verfügung gestellt. Während des Spiels soll es in diesem zu Rangeleien zwischen BVB- und Gästefans gekommen sein, die letztlich von Ordnungskräften aufgelöst wurden.Daneben wurde sich auch dem Geschehen auf dem Rasen gewidmet, auf dem die Gastgeber souverän drei Tore erzielen konnten und bis zur 75. Minute mit 3:0 führten. Anschließend trumpften die Gäste aus dem Kraichgau auf, die in der letzten Viertelstunde ebenfalls drei Treffer erzielten und die zuvor eigentlich schon entschiedene Partie noch zu einem 3:3 Unentschieden ummünzten.

Unabhängig von der direkten Begegnung im Westfalenstadion kam es am gestrigen Spieltag außerdem noch zu einer Begegnung von Hoffenheimer Fans und der »Fanszene Lokomotive Leipzig«. An einem Rasthof soll man sich auf ein sportlich faires 10 gegen 10 unter jüngeren Motivierten geeinigt haben, was dann auch sehr fair über die Bühne gegangen sein soll. Die sportliche Abteilung aus Hoffenheim bedauert rückblickend, dass eine ausführliche Information über den einvernehmlichen Schlagabtausch schnell bei einer einschlägigen Instagram-Seite gelandet sei und dass das sportliche Kräftemessen mit den Ultras von Lok Leipzig so bedauernswerterweise einen eigens zu verantwortenden, sehr faden Beigeschmack erhalten hätte. Die »Fanszene Lokomotive Leipzig« war mit mehreren Vertretern zu Besuch in Kaiserslautern, um die befreundeten Fans des Halleschen FC zu unterstützen.

Foto: Simon E. | Kurvennews am 10.02.2019


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