Große Trauerchoreo für »Malocher, Macho und Manager« Rudi Assauer

»Eine komplett verkorkste Saison liegt fast hinter uns. Neben all den sportlichen Niederlagen mussten wir auch noch einen unserer “Tausend Freunde” verabschieden. Mit Rudi Assauer ging einer der prägendsten Schalker der Vergangenheit von uns. Wenn wir an ihn zurück denken und uns die aktuelle sportliche Situation anschauen, so fehlt uns genau so ein Typ wie er im Verein. Er hätte den Verein durch das unsichere Fahrwasser gelenkt!« Mit diesen Worten leiteten die Ultras des FC Schalke 04 am gestrigen Sonntag einen Flyer ein, der auf eine große Choreografie in der gesamten Nordkurve zu Ehren Rudi Assauers aufmerksam machte. Dieser war im Februar diesen Jahres nach langer Alzheimer-Krankheit verstorben, worauf die »Ultras Gelsenkirchen« nur wenige Stunden nach Bekanntwerden des Ablebens von Rudi Assauer mit einem Gedenkbanner aufwarteten (Beitrag dazu hier).

Kurz vor Beginn des gestrigen Schalker Heimspiels gegen den FC Augsburg war dann die große Trauerchoreografie zu Ehren Rudi Assauers zu sehen, die unter dem Motto »Malocher, Macho und Manager« einen großen »Rudi« Schriftzug mit weißen Fahnen auf schwarzem Hintergrund sowie Abbildungen Assauers in den Ecken der Nordkurve zeigte. Kurz darauf wurden die schwarzen und weißen Fahnen im Unterrang durch ein Fahnenmeer in Blau und Weiß ersetzt und ein Abbild des Malochers, Machos und Managers mit gewonnenem Europapokal ersetzt. Mit Berücksichtigt in der detailgetreuen Abbildung wurde auch eine Zigarre im Mund Assauers, die sich der langjährige Schalker Manager immer wieder gerne könnte und die zu einer Art Markenzeichen von ihm geworden ist.

Im Gästeblock verschmälerten die Ultras des FC Augsburg indes den Stehplatzbereich durch Rot-weiß-grüne Bahnen, wodurch die Gästefans kompakter beieinander standen. Grund zum Jubeln gab es im zumindest optisch solide was hermachenden Gästeblock nichts, in dem sich auch befreundete Fans der Würzburger Kickers und von Austria Lustenau einfanden. Ebenso besonderen Grund zur Freude während der 90 Minuten hatte auch die Heimseite nicht, die ihrerseits am Ende lediglich darüber froh gewesen sein dürfte, dass ein regelrecht einschlafendes Spiel beim Stand von 0:0 sein herbeigesehntes Ende fand. Dieses Unentschieden reichte den Knappen nach einer komplett verkorksten Saison aus um den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bringen, was die Nordkurve wiederum ordentlich zu feiern wusste und dabei in Anbetracht des zurückliegenden Derbysieges den ein oder anderen Gesang gegen Borussia Dortmund anstimmte.

Fotos: Susanne BlondundBlau | Kurvennews am 06.05.2019


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