Große Choreografien & Pyroshow bei 1860 gegen Hansa

Das Hinspiel zwischen Hansa Rostock und 1860 München, auf das beide Szenen mehrere Jahre warten mussten, gestaltete sich aufgrund mehrerer Faktoren als äußerst interessant. So machte sich im September vergangenen Jahres ein größerer Haufen motivierter Ultras von Sechzig München frühzeitig nach Mecklenburg-Vorpommern auf, um dort an einem Strandabschnitt der Ostsee unweit vor Rostock zu warten. Die Gastgeber schafften es aufgrund von Aufbauten einer großen Choreografie nicht die Einladung zum Ausflugsziel zu erwidern, weshalb der Punkt laut »Suptras« an Sechzig München gegangen sein soll. Vor allem weil man einen solchen Besuch offenbar nicht erwartete und deshalb Schwierigkeiten gehabt haben soll, entsprechend spontan zu reagieren.

Angesichts der Vorgeschichte rund um das Hinspiel – in dem  Choreografien auf beiden Seiten präsentiert wurden und die Gäste trauerten (Beitrag dazu hier) – galt das Rückspiel am Sonntag in München als äußerst vielversprechend. Offenbar gingen die Ultras von 1860 München fest von einer Revanche der Gästefans aus, weshalb die Ultràszene mitsamt Sportlichen am Samstagabend und auch am Sonntags bereitgestanden sein soll. Ereignisreich war der Abend bis auf etwas Backenfutter für ein paar sich verlaufene Gästefans aber offenbar nicht. Die Ultras des FC Hansa Rostock ließen sich indes am Samstagabend nicht blicken, hielten sich Sonntagmorgens jedoch augenscheinlich zunächst einige Zeit ohne Polizeibegleitung in München auf.

Im Grünwalder Stadion präsentierten dann beide Kurven ansehnliche Choreografien, die im Gästeblock aus Doppelhaltern mit Hansa-Logo und dem Spruch »Hansa Rostock hier und dort – mit Hansa Rostock ziehen wir fort« bestand, die mit ein paar Luftschlangen garniert wurde. In der Westkurve wurden hingegen weiße und blaue Fahnen verteilt sowie Banderolen aufgezogen, vor denen eine Abbildung der Meistermannschaft 1966 sowie der Aufstiegsmannschaft 2018 hochgezogen wurde. Verpasst wurde der großen Choreografie das Motto: »Sechzig München unsre Liebe du wirst niemals untergehn«.

Im Laufe der ersten Halbzeit spielte »Sechzig im Allgäu« noch mit einem Spruchband auf die kürzliche Zensur an und fragte ganz offen, wie oft sich die ausgegliederte KGaA um Hasan Ismaik denn noch blamieren wolle. Zu Beginn der zweiten Halbzeit folgte dann eine große Pyroshow in den Mittelblöcken der Westkurve, in denen grüner und goldener Rauch in Anlehnung an die Farben des TSV München von 1860 e.V. und dazu dutzende rote Bengalische Fackeln gezündet wurden.

Auf dem Rasen des ausverkauften Stadions an der Grünwalder Straße gingen die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern mit 1:0 in Führung und schafften es die Führung über die Bühne zu bringen und das Auswärtsspiel mit 2:1 zu gewinnen. Nach der Partie soll es ebenso wie zuvor ruhig geblieben sein  wenngleich sich ein paar Hansa-Jungs von der Polizei absetzen konnten und anschließend durch Giesing spazieren gegangen sein sollen.

 

Fotos: muenchnerloewen.de, Sportplatzmensch | Kurvennews am 05.03.2019

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