Große Choreografie zu »50 Jahren FDGB-Pokalgewinn« & Massenschlägerei in Köpenick

Über ein 1:0 Auswärtssieg gegen den ASK Vorwärts Cottbus, einem weiteren Sieg gegen den FC Energie Cottbus, einem 1:0 Viertelfinalsieg gegen die BSG Sachsenring Zwickau und einem 2:1 Heimsieg gegen Vorwärts Berlin, zog der 1.FC Union Berlin in der Saison 1967/68 ins Finale des FDGB-Pokals ein. Im Finale des damaligen Pendant zum heutigen DFB-Pokal, trafen die Eisernen dann auf den FC Carl Zeiss Jena, die zu diesem Zeitpunkt immerhin amtierender DDR-Meister waren. 14.000 Zuschauer verfolgten das Spiel im Halleschen Kurt-Wabbel-Stadion, in dem sich der 1.FC Union Berlin mit 2:1 durchsetzen konnte.

Um an den Gewinn des bis heute größten auf nationaler Ebene errungenen Titel zu erinnern, sammelten die Ultras des 1.FC Union in den vergangenen Wochen Spenden für eine große Choreografie. Gegen den VfL Bochum war es dann soweit und im Stadion an der Alten Försterei wurde eine große Choreografie zum Pokalsieg vor 50 Jahren präsentiert. Eben jene zu Beginn aufgezählten Spiele wurden dabei auf einem langen Banner verewigt, hinter denen auf gleich drei Tribünen rote und weiße Pappen hochgehalten wurden. Dazu wurden einzelne Spielerportraits auf der Geraden aufgehangen, während auf der Waldseite ein überdimensionaler FDGB-Pokalsieger-Schal ausgebreitet wurde.

Selbstverständlich von der Choreografie außen vor gelassen wurde der restlos ausverkaufte Gästeblock mit den Fans des VfL Bochum. Abermals hingen keine Zaunfahnen der Ultràszene, die seit der Ausgliederung der Profibteilung keinen Support mehr organisiert. Nach Berlin schien dennoch ein Teil der Bochumer Szene gereist zu sein, die am Vorabend in der Nähe der Union-Fankneipe »Abseitsfalle« aufgetaucht sein soll. In der Köpenicker Altstadt soll es laut »Berliner Zeitung« dann zu einer Massenschlägerei gekommen sein, bei der bis zu 200 Personen beteiligt gewesen sein sollen.

Alle Fotos: photomafia-bochum.blogspot.com | Kurvennews am 11.05.2018

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