[Griechenland] Stadionverbot für bewaffneten PAOK-Präsidenten

Am Sonntag, den 11. März kam es in Griechenland zum Spitzenspiel zwischen PAOK Saloniki und AEK Athen. Überschattet wurde das Spiel durch einen Wutausbruch von Ivan Savvidis, dem Präsidenten und Eigentümer des sportlichen Aushängeschild Nordgriechenlands. Nach einer Schiedsrichter-Entscheidung gegen Ende des Spiels stürmte der PAOK-Präsident mit deutlich sichtbarer Waffe am Körper auf das Spielfeld und ordenete seinen Spielern an, das Spiel nicht fortzusetzen falls das zuvor abgepfiffene Tor nicht gezählt werden würde. Daraufhin soll der Schiedsrichter entschieden haben das Spiel abzubrechen, worüber bei Fans, als auch den Medien einige Zeit lang Unklarheit herrschte.

Nach dem Vorfall griff die griechische Regierung ein und ließ alle Erstligisten ein Konzept ausarbeiten, wie der Fußball in dem südeuropäischen Land weiterzuführen und zu retten sei. Außerdem wurde der Spielbetrieb vorerst eingestellt, wird an diesem Wochenende nach rund drei Wochen Pause allerdings wieder fortgesetzt. Um eine Basis für eine Fortsetzung der Erstliga-Saison zu schaffen, wurden gestern mehrere Strafen in Richtung PAOK Saloniki ausgesprochen. Neben einer Geldstrafe in Höhe von 63.000 Euro wurden dem Klub zwei Punkte abgezogen, wodurch PAOK hinter dem ewigen Meister Olympiakos Piräus auf Platz drei der Tabelle zurückfällt.

Ivan Savvidis selbst wurde unterdessen mit einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro und einem dreijährigen Stadionverbot belegt. Am allermeisten dürften den gebürtigen Georgier und griechisch-russischen Unternehmer jedoch die zwei abgezogenen Punkte ärgern, wodurch PAOK wohl als dichter Verfolger aus dem Rennen um die Meisterschaft ausscheidet. Allgemein waren die Vorkommnisse beim Spiel in Thessaloniki lediglich der Gipfel einer Reihe von korrupten Machenschaften im griechischen Fußball, deren Fans zwar nach wie vor imposante Auftritte abliefern – der Fußball als solcher allerdings seit langem in Trümmern liegt.

Fotos: fabi1905.blogspot.de | Kurvennews am 30.03.2018

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