Grazer AK nach Neugründung in 8. Liga wieder im Profibereich angekommen

Im Jahr 2004 wurde der Grazer Ak noch Österreichischer Meister. Wenige Jahre später kam es zu finanziellen Unstimmigkeiten beim Athletiksport Klub, weshalb die roten Grazer 2007 Konkurs anmelden mussten und aufgrund einer verweigerten Lizenz für die zweite österreichische Liga direkt in die drittklassige Regionalliga hinabgereicht wurden. Ein sowie zwei Jahre später folgten erneute Insolvenzverfahren, aus denen der 1902 gegründete Traditionsverein aber immer wieder durch Zwangsausgleiche der Liquidation entkommen konnte. Dazu kam es erst 2012, als der GAK ein viertes Mal binnen weniger Jahre Konkurs anmelden musste, und sich damit aus dem Spielbetrieb zurückziehen musste.

Parallel zum letzten Insolvenzverfahren wurde im Spätjahr 2012 die Neugründung des Grazer AK angestrebt, der zunächst mit rechtlichen Schritten aufgrund der Namensverwendung zu kämpfen hatte und deshalb zunächst als »Grazer Allgemeiner Club für Fußball« geführt wurde, die Geschichte und Tradition des zuvor großen Grazer AK jedoch fortführen sollte. Zur Saison 2013/14 nahm man dann den Spielbetrieb auf und begann ganz unten in der 1. Klasse Mitte, der 8. Liga. Bereits nach wenigen Wochen durfte der neugegründete Klub 1.000 Mitglieder vermelden und ebenso viele verkaufte Dauerkarten. Auch der sportliche Erfolg setzte schnell ein und der mittlerweile als eigenständiger Klub in den GAK-Stammverein integrierte Fußballverein aus Graz marschierte von Liga zu Liga, so dass man nach nur fünf Jahren in die drittklassige Regionalliga zurückkehrte. Der Deckel drauf gemacht wurde am gestrigen Freitagabend beim Auswärtsspiel in der Marktgemeinde Vöcklamarkt.

Dorthin reisten die 500 Fans des Grazer AK wie zuvor von der Fanszene aufgerufen in Trikots und präsentierten eine Choreografie unter dem Motto »Wie in der guten alten Zeit – zwei Farben für die Ewigkeit«. Insgesamt war die Stimmung sehr ausgelassen und als die Rothosen auch auf dem Rasen alles klar machten, war unter den Fans, Spielern und Verantwortlichen des 2013 neugegründeten und in der Tradition des einstigen erfolgreichen Grazer Athletik-Sport-Klub kein Halten mehr. Mit dem 2:1 Auswärtssieg in Vöcklamarkt realisierte man nicht nur den sechsten Aufstieg in Folge, sondern kehrt auch in den österreichischen Profifußball der zweitklassigen Ersten Liga zurück. In dieser warten auf den GAK nahmhafte Größen wie Austria Lustenau, Blau-Weiß Linz oder auch Austria Klagenfurt und darüber hinaus mit dem SV Ried und Wacker Innsbruck möglicherweise weitere spannende Gegner.

Bemerkbar machte sich der sportliche Erfolg der roten Grazer natürlich auch auf den Rängen. So soll man aktuell so gut wie noch nie aufgestellt sein und konnte gerade durch die vergleichsweise kurzen und günstigen Fahrten im Amateurbereich neue junge Leute anlocken. Ein Ausrufezeichen konnte man in der aktuellen Saison bereits im ÖFB-Pokal setzen, als man den FK Austria Wien vor guter Kulisse im mit 13.000 Zuschauern gefüllten Stadion Liebenau mit 2:1 besiegte. Doch auch im heimischen Sportzentrum in Graz-Weinzödl legte man für Regionalliga-Verhältnisse starke Auftritte hin und steigt deshalb nicht nur sportlich verdient in die zweite Liga auf.

Fotos: Grazer AK | Kurvennews am 11.05.2019

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