Glitzernde Choreos & mehrfacher Einsatz von Pyrotechnik in Schweinfurt

Mit dem FC Schalke 04 wurde dem bayrischen Regionalligisten 1.FC Schweinfurt 05 ein großer Gegner im DFB-Pokal zugelost, der für ein ausverkauftes Willy-Sachs-Stadion und eine entsprechende mediale Aufmerksamkeit der Schnüdel sorgte. Die Fans des unterfränkischen Traditionsvereins wussten ebenfalls um den Stellenwert des Pokalduells und gaben sich mit einer Choreografie große Mühe, dem Pokalspiel einen würdigen Rahmen zu verpassen. Neben silbernen und goldenen Metallic-Folien wurde ein langes Banner vor der Heimkurve aufgehangen, mit dessen Aufschrift »Wo grün-weiße Träume in den Himmel wachsen, werden Königsblaue platz’n« direkter Bezug auf den Pokalgegner genommen wurde. Dazu wurden drei Doppelhalter hochgehalten, auf denen jeweils die Trophäe zu sehen war. Die Schnüdel gewannen den deutschen Pokal trotz etwas höherklassiger Vergangenheit im Übrigen nie. Lediglich ein Einzug ins Halbfinale im Jahre 1936 lässt sich im Pokalwettbewerb als Erfolg betrachten. Der FC Schalke 04 gewann den Pokal hingegen schon fünfmal und machte auch am Freitagabend keine Anstalten frühzeitig ausscheiden zu wollen.

Begleitet wurde der FC Schalke 04 von mehreren tausend Gästefans – darunter auch einige befreundete Fans und Ultras des 1.FC Nürnberg, die sich geografisch betrachtet auf ganz Franken verteilen. Die Gäste fielen zunächst mit einem Transparent für Benedikt Höwedes auf, der seit 2001 auf Schalke spielt und in der vergangenen Saison zu Juventus Turin ausgeliehen wurde. Bei seiner Rückkehr in diesem Sommer soll er in der Kaderplanung des bei den Schalker Ultras beliebten Trainers Domenico Tedesco erneut keine Rolle gespielt haben, weshalb Höwedes einen Vertrag beim russischen Hauptstadtklub Lokomotive Moskau unterschrieb. Für seine jahrelange Treue und Aufopferung im blauen Dress bedankten sich die »Ultras Gelsenkirchen« kurz, knapp, aber zugleich auch im positiven Sinne deutlich mit den Worten »Einmal Schalker, immer Schalker: Danke Bene!« beim früheren Kapitän, der bei den Fans stets anerkannt war. Kurz darauf wurden einzelne Rauchdosen gezündet.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit folgte in der Gästekurve dann eine etwas ausgefallenere Aktion und die es wurden blaue sowie weiße Metallic-Fähnchen verteilt, die parallel zum Zünden von Pyrotechnik hinter einem »…und so fahr’n wir mit der Mannschaft hinaus« Banner geschwenkt wurden. Die Ultras des 1.FC Schweinfurt 05 zündeten auf der Gegenseite ebenfalls und widmeten die kleine Pyroshow der eigenen Sektion Stadionverbot, die sich nach einer Schlägerei mit Ultras von 1860 München (Beitrag dazu hier) und im Anschluss eingeleiteten Ermittlungen um 14 Personen erweitert hat (Beitrag dazu hier). Nach 90 Minuten wurde die Begegnung ohne eine Verlängerung im ausverkauften Willy-Sachs-Stadion abgepfiffen. Diese war angesichts eines souveränen 2:0 Auswärtserfolgs der Königsblauen auch nicht weiter nötig, die ihrer Favoritenrolle damit gerecht werden konnten und eine Runde weiter sind.

Alle Fotos: sachseninformer.de | Kurvennews am 19.08.2018

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