Glitzer-Choreo & Pyroshows bei Pokalduell im Holstein-Stadion

Die größte Entfernung zum Pokalgegner bekam der FC Augsburg mit der Ziehung von Holstein Kiel zugelost. 840 Kilometer sollten es je einfache Strecke von der Fuggerstadt bis in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt sein, was eine hohe dreistellige Zahl an Gästefans jedoch nicht davon abhielt ihren FCA am Mittwochabend in Kiel zu unterstützen. Begleitet wurden die Ultras um die »Legio Augusta« dabei von Freunden aus Würzburg und Lustenau, die ebenfalls bis in den hohen Norden mitreisten.

Optisch in Erscheinung traten die Gästefans mit einem großen »Fussball-Club Augsburg« Banner, welches vom Stil an den oberen Teil des seit 2002 verwendeten Logos angelehnt wurde. Dahinter wurden mehrere Fackeln angerissen, was zu Beginn des Pokalduells für einen leuchtenden Gästeblock sorgte. Für ein Funkeln in den restlichen Bereichen des Holstein-Stadions sorgte indes eine Choreografie der aktiven Kieler Fanszene. Unter dem Motto »Kämpfen & Siegen« wurde nicht nur Block 501, sondern die gesamte Westseite und Gegengerade mit Ausnahme des Gästeblocks mit blauen und roten Metallic-Folien eingedeckt. Bezüglich der Verwendung wiesen die Initiatoren daraufhin, dass man die Folien nach Ende der Einlage nicht zusammengeknüllt aufs Spielfeld werfen solle, da man diese Kindern zum Basteln zur Verfügung stellen möchte. Neben den Metallic-Folien wurde in der Heimkurve überdies noch etwas gezündet.

Diese war anlässlich des Pokalspiels gegen den FC Augsburg etwas anders geschmückt als sonst und so war es der Kieler Fanszene durch wegfallende Werbetafeln vor dem eigenen Block möglich alle relevanten Zaunfahnen kompakt aufzuhängen. So fanden die Zaunfahnen von »Compagno Kiel«, den Hools, der »New Connection« und der »Nautik Boys« Platz am Gerüst, während das sonst daneben hängende gruppenübergreifende »Block 501« Banner darunter angebracht wurde.

Im weiteren Verlauf des Spiels versuchten die mitgereisten Augsburger Anhänger ihre Mannschaft nochmal anzuheizen und zündeten hierfür noch einmal pyrotechnische Gegenstände. Wirklich motiviert wurden die Profis des FCA dadurch jedoch nur bedingt, die insgesamt eine schwache Vorstellung boten und etwas glücklich durch ein Tor in der 85. Minute mit 1:0 gegen den Zweitligisten gewannen. Verfolgt wurde das Pokal-Achtelfinale im Holstein-Stadion von 11.198 Zuschauern, was unter anderem durch eine Stahlgerüst-Tribüne auf der Ostseite des Stadions ermöglicht wurde. Dort wurde vor einigen Monaten eigentlich der Bau der neuen Osttribüne anvisiert, was jedoch aufgrund eines Ausschreibungsverfahren ins Stocken geriet. So findet sich bislang keine Baufirma, die auf der bereits brach liegenden Fläche auf der Ostseite des alten Stadions eine rund 5.000 Plätze fassende Tribüne errichten möchte.

Fotos: calcio-culinaria.de | Kurvennews am 08.02.2019

 

 

 

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