Gericht verurteilt SC Paderborn Ultras nach Auseinandersetzung

Ende Mai vergangenen Jahres schaffte es der SC Paderborn 07 nach einer desolaten Drittliga-Saison mit dem Gewinn des Westfalenpokals immerhin ein kleines versöhnliches Sausonende zu kreieren. Frust hatte sich trotz des Pokalsiegs über die Sportfreunde Lotte in der heimischen Arena dennoch angestaut, was einen aktiven Fan dazu veranlasste in Richtung Rasen zu stürmen und den Profis die Meinung zu geigen. Dabei soll das Mitglied der Paderborner Ultràszene unsanft von Ordnern gestoppt worden sein, was wiederum weitere Akteure der Fanszene dazu veranlasste, ihrem Freund zur Hilfe zu eilen.

In Zuge dessen soll sich ein kurzer Schlagabtausch zwischen den Ordnern und vier Ultras des SC Paderborn entwickelt haben, die sich dafür nun am Dienstag vor Gericht verantworten mussten. Zwar waren ernsthafte Verletzungen beim Ordnungspersonal nicht auszumachen, dennoch plädierte die Staatsanwaltschaft auf gemeinschaftliche schwere Körperverletzung. Zuvor legten die Ultras ein Geständnis ab, da auf einem Handy-Video die Beteiligung an der kurzen Auseinandersetzung ohnehin eindeutig zu erkennen gewesen sein soll. Darüber hinaus sollen die Täter recht schnell identifiziert worden sein, was angesichts der überschaubaren Größe der Paderborner Ultràszene und der Videoüberwachung im Stadioninneren kein besonders großes Wunder darstellt. Während der Jüngste zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe in Höhe von 800 Euro verurteilt wurde, wurden die anderen Beteiligten – darunter offenbar auch ein führendes Mitglied der Paderborner Ultràszene – zu 120 Tagessätzen zu je 50 bzw. 70 Euro verurteilt. Ein Stadionverbot erhielten sowohl der Vorausgegangene, als auch die vier weiteren zur Hilfe eilenden Fans bereits kurze Zeit nach den Vorfällen beim Westfalenpokal-Finale.

Foto: supporters-paderborn.de | Kurvennews am 19.07.2018

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