Gedenken & Pyroshow in rot-grün-weißem Gästeblock in Nürnberg

Im Max-Morlock-Stadion trafen am Samstagnachmittag der 1.FC Nürnberg und der FC Augsburg aufeinander. Die Gäste aus der Fuggerstadt fuhren geschlossen als Szene und mit einigen weiteren FCA-Fans per Zug in die fränkische Metropole, in der man im Stadion gleich drei optische Aktionen plante.

Zunächst gedachte man einem Verstorbenen namens »Momo«, der mit zwei Fackeln hinter einem schwarzen »Ruhe in Frieden Momo« Banner verabschiedet wurde. Bei Momo handelt es sich um einen aktiven Anhänger der Würzburger Kickers, der seit Entstehung der Fanszene an Bord gewesen sein und deshalb auch die Freundschaft nach Augsburg entscheidend mitgeprägt haben soll. Später wurden rote, grüne und weiße Überzieher in allen drei Blöcken des Gästebereichs verteilt, die durch insgesamt 4.000 Augsburger und einem »Heute gilt’s – alles auf Sieg!« Banner gut zur Geltung kamen. Im Anschluss daran vermummten sich zwei Dutzend Ultras des FC Augsburg und zündeten kontrolliert in der ersten Reihe mehrere Bengalische Fackeln, womit man der eigenen, abstiegsbedrohten Mannschaft noch einmal einheizen wollte.

Gebracht hat es nichts, da es einzig und allein der 1.FC Nürnberg war, der das Spiel machte und mit 3:0 vor 42.658 Zuschauern gewann. In der Nordkurve Nürnberg widmete man einem Verstorbenen ebenfalls verabschiedende Worte. Mit einem Spruchband spielten die »Ultras Nürnberg« außerdem noch auf eine Nachfrage der CSU gegenüber der Stadionbetriebs GmbH und einer großen Bank an, die sich ihrerseits die Namensrechte für Max-Morlock-Stadion sicherte und den von Fans bevorzugten Namen ohne Sponsorenzusatz verwendet. Da die Partnerschaft zwischen Sponsor und Stadionbetriebs GmbH 2020 ausläuft, zeigte sich die Stadtratsfraktion hinsichtlich der »zentralen Einnahmequellen für den Eigenbetrieb Frankenstadion« interessiert. UN94 dazu: »CSU: Keine Anträge nötig – Max-Morlock-Stadion für immer!«

Fotos: Jonas Baier, faszination-nordkurve.de | Kurvennews am 02.04.2019


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