Gedenkchoreo für verstorbenen Alemannia-Aufstiegstrainer

Mit Werner Fuchs verstarb am 11. Mai 1999 völlig überraschend eben jener Alemannia-Trainer, der den Aachener Turn- und Sportverein zum Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga führte. Verstorben war der zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 50 Jahre alte Fußballtrainer bei einem Waldlauf mit der Mannschaft, bei dem er zusammenbrochen war und letztlich einem Herzinfarkt erlag.

Bis heute ist Werner Fuchs aufgrund seiner erfolgreichen alemannischen Zeit in der fußballinteressierten Bevölkerung Aachens unvergessen, nach dem unter anderem auch das Amateurstadion des aktuellen Regionalligisten benannt ist. Darüber hinaus wird jährlich rund um den Todestag an Fuchs erinnert, was im 20. Jahr des tragischen Vorfalls die Ultràgruppen der Aachener Alemannia mit einer großen Choreografie übernahmen. So werkelten die Gruppen »Yellow Connection«, »Karlsbande« und »Kollektiv« gemeinsam an einer großen Blockfahne, die ein Portrait Fuchs’ sowie dessen Geburts- und Sterbedatum zierte und beim Heimspiel gegen den Bonner SC präsentiert wurde. Exakt 20 Jahre nach dem Ableben des Fußballtrainers war so eine in schwarz gehaltene Gedenk-Blockfahne zu sehen, die sich über die Südtribüne erstreckte und unter der ein langes Banner mit der Aufschrift »Eines Tages werden mich meine Kinder fragen, wer war der größte Alemanne in all den Tagen und dann werd ich deinen Namen sagen« aufgehangen wurde.

Im Anschluss an die Präsentation der Choreografie soll die Stimmung im Tivoli laut »Yellow Connection« lustlos und träge gewirkt haben, was sich entsprechend auf die Lautstärke auswirkte. »Erst in der zweiten Hälfte konnte, nach Ansprache des Vorsängers, eine bessere Lautstärke erreicht werden. Dabei waren einige Lieder überzeugend, insgesamt war aber noch viel zu viel Luft nach oben«, so die Ultràgruppe hingegen zum zweiten Abschnitt der Partie. In dieser gingen die Gäste aus Bonn in Führung, ehe die Alemannia eine Viertelstunde später ausgleichen konnte. In der 71. Minute ging der Bonner SC jedoch erneut in Führung und gewann so das Regionalliga-Spiel mit 2:1. Begleitet wurde der BSC von 110 Fans, die aufgrund nicht mehr vorhandener aktiver Ultras, nicht sonderlich unter den 4.700 Zuschauern auffielen.

Fotos: Yellow Connection 2014 | Kurvennews am 13.05.2019


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