Gänsehaut-Atmosphäre bei Wildparkstadion-Abschied in Karlsruhe

63 Jahre lang war das Wildparkstadion die Heimat des Karlsruher Sportclubs, der in den kommenden Monaten und Jahren in einer umfassend neu errichteten Arena an gleichem Standort spielen wird. Für den Abschied des alten, nicht gerade hübschen, aber dennoch großen Charme verprühenden Wildparks, organisierten Ultras und Verein ein großes Rahmenprogramm und trugen beiderseits ihren Teil zu einem gelungenen Abschied bei.

Zunächst wurde das Abschiedsspiel mit einer Choreografie auf der Gegengeraden eingeläutet, bei der die Karlsruher Ultras verschiedene prägende Ereignisse aus dem Wildparkstadion auf mehrere Blockfahnen malten. Unterhalb der schwarz-weißen Zeichnungen, die von blauen Papptafeln eingerahmt wurden, prangte das Motto »Mit einer Sportanlage fing alles an, so erlebten wir Momente, die man nie vergessen kann« auf einem langen Banner am Zaun der Fantribüne. Von dieser aus peitschen die KSC-Fans ihre Mannschaft, die an diesem.besonderen Tag in Retrotrikots auflief, nach vorne und verhalf der blau-weißen Elf so zu einem 2:1 Heimsieg gegen die Würzburger Kickers.

Nach dem Spiel betraten noch einmal diverse Legendenspieler den Rasen des altehrwürdigen Wildparkstadions und die aktive Fanszene verabschiedete das weite Rund mit einer mehr als gelungenen Pyroshow, für die alle paar Meter auf der gesamten Laufbahn je eine Bengalische Fackel gezündet wurde. Die daraus entstandenen eindrucksvollen Bilder, die komischerweise kaum jemand mit »Randalen« und »Straftaten« in Verbindung bringen dürfte, wussten auch zahlreichen normalen Besuchern im mit 24.317 Zuschauern gefüllten Wildparkstadion zu gefallen.

Abseits vom heutigen Auftritt im Stadion planen die vier Karlsruher Ultràgruppen »Armata Fidelis«, »Wild Boys« »Phönix Sons 99« und »Rheinfire« einen Sammelband mit den besten Geschichten aus dem 63 Jahre alt gewordenen Wildparkstadion. Wie das Bündnis »Ultra 1894« dazu bekannt gibt, freut man sich über die Einsendung qualitativ hochwertiger Fotos, um dieses Projekt zu realisieren. Falls mehr Fotos eingesendet werden sollten, wie in den Sammelband gepackt werden können, möchten die Ultras die Fotos anderweitig ausstellen.

 

Fotos: K. Littmann, instagram.com/schockigram & /kerstlike | Kurvennews am 03.11.2018

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