FWK-Profi nach gelb-roter Karte im Fanblock

Dass Spieler aus Freude über ein erzieltes Tor gerne Mal auf den Zaun des Fanblocks springen, kommt immer wieder mal vor. Besonders dann, wenn es sich um einen besonderen Treffer, wie in der Nachspielzeit oder nach einer langen Leidenszeit handelt. Von einer solchen konnte man bis zum vergangenen Samstag durchaus sprechen, wenn man sich die Tabellensituation der Würzburger Kickers ansieht.

Mit mageren 13 Punkten aus 15 Spielern stehen die Rothosen im Keller der Drittliga-Tabelle und empfingen mit dem Halleschen FC einen immerhin mittelmäßigen Gegner. Erst in der 53. Minute fiel das erlösende 1:0 für die Gastgeber, was zugleich auch den ersten Heimsieg für den FWK bedeutet. Gefeiert wurde das unmittelbar nach dem Treffer durch Marco Königs mit dem eingangs erwähnten Szenario. Leider bekam der Torschütze bereits in der ersten Halbzeit eine Gelbe Karte, weshalb der Stürmer aufgrund des Torjubels wohl oder übel mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde.

Die Reaktion auf den Platzverweis war dafür umso schöner. Königs zog es kurz darauf in den »B-Block Würzburg«, mit dem er Minuten zuvor noch am Zaun gejubelt hatte. Anstatt sich aber in die überschaubare Gruppe der FWK-Ultras einzureihen, machte es sich der Stürmer auf dem Vorsängerpodest gemütlich und bewies fahnenschwenkend, dass ehrliche Fannähe trotz Profitum zwar eine Rarität, aber trotzdem nicht komplett im ansonsten so durchgetakteten und kommerziellen Fußball verschollen ist. Neben dieser Aktion gratulierten die Fans aus dem »B-Block Würzburg« befreundeten Augsburger Ultras mit Doppelhaltern und feiern gemeinsam mit der »Legio Augusta« das zehnjährige Gruppenbestehen.

Fotos: Fanszene Würzburg | Kurvennews am 6. November 2017

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