Für einen Freundschaftsbesuch von Freiburg bis nach Down Under

Seit ein paar Jahren pflegt die aktive und ultràorientierte Gruppe »Immer wieder Freiburg« freundschaftliche Kontakte ins australische Sydney und damit ans andere Ende der Welt. Damit unterscheidet sich »IWF« von den anderen Fan- und Ultràgruppen des SC Freiburg, die ihrerseits feste Freundschaften bzw. lockere Kontakte nach Aachen, Bremen, ins schweizerische Baden, zum Zürcher Eishockey oder ins italienische San Benedetto del Tronto pflegen, etwas. Im Gegensatz zu den anderen Kontakten, die sich allein aufgrund der Entfernung deutlich besser pflegen lassen, ist die Freundschaft zu den Fans des australischen Erstligisten Sydney FC deutlich anspruchsvoller was die Aufrechterhaltung angeht.

Zugleich hält diese allerdings auch besondere Abenteuer parat, von der die Gruppe nun in einem ausführlichen und lesenswerten Reisebericht erzählt. So startete der in der Winterpause unternommene Trip für die vierköpfige Abordnung im südbadischen Offenburg, ehe es zum Frankfurter Flughafen und mitsamt längerem Stopp in China nach Down Under ging. Während die Jungs zuhause wohl am Schneeschippen waren, wurde die IWF-Abordnung von ordentlicher Hitze sowie einer bekannten Fotografin der Fanszene des Sydney FC in Empfang genommen, mit der man auch das erste von insgesamt drei Spielen der Skyblues besuchte.

Der Spieltag begann für die vier Fans aus Deutschland am Treffpunkt einer aktiven Gruppe von »the Cove«, der Gruppe und Szene des Sydney FC, an dem man bereits mehrere bekannte Gesichter sah. So kommt es trotz der beachtlichen Entfernung von über 10.000 Kilometern zu unregelmäßigen, gegenseitigen Besuchen, durch die man nicht nur die guten Kontakte aufrechterhält, sondern sich auch immer wieder von den jeweiligen Fußball- und Fankulturen inspirieren lässt. Bezüglich dem Geschehen im Stadion zeigen sich die Schreiber von »Immer wieder Freiburg« etwas ernüchtert und schreiben von schwacher fußballerischer Leistung in der australischen A-League. Auch die Stimmung sei für Europäer etwas gewöhnungsbedürftig, da die Gesänge meist nur einen langsamen Rhythmus hätten und »Spieler mit fröhlichen oder hämischen Gesängen zum Thema gemacht« werden.

Neben einem Heimspiel gegen Brisbane Roar und die Central Coast Mariners, stand wenige Tage später ein Auswärtsspiel des Sydney FC in Perth an. Mehr als 3.000 Kilometer trennen beide australische Großstädte voneinander, weshalb auch keine Fans von »the Cove« in den Westen Australiens reisten. Der Reiseabschnitt im australischen Perth stellte zugleich auch den letzten Part der besonderen Reise dar, in dessen Anschluss man die lange Heimreise antrat. Gut ein halbes Jahr nach dem Freundschaftsbesuch in Australien fassen die vier IWF-Reisenden den Trip wie folgt zusammen: »Inzwischen sind nun fünf Monate vergangen und wir blicken gerne auf unseren Aufenthalt in Down Under zurück. Zum Ende der Saison belegten die Boys in Blue in der A-League den zweiten Tabellenplatz und konnten zu unserer Freude in der Play-Off-Runde die Meisterschaft gewinnen […] An dieser Stelle möchten wir uns außerdem nochmal herzlich bei unseren Freunden aus Sydney für die Gastfreundschaft und die Einblicke in eine andere (Fußball-)kultur bedanken. Mit gegenseitigen Besuchen verschiedener Einzelpersonen und Gruppen sowie durch einen fortlaufenden Austausch über die Wege des Internets, lässt sich eine Freundschaft trotz großer geografischer Distanz am Leben erhalten.«

Den gesamten Reisebericht gibt es hier zu lesen.

Fotos: Immer wieder Freiburg, nurderscf.de, the Cove| Kurvennews am 12.06.2019


3 Kommentare

  1. Interessanter Beitrag, war mir eine bisherige Bekanntschaft zwischen Freiburg und Sydney doch unbekannt. Unglaublich, wo(hin) die Fanfreundschaften heutzutage bestehen. Danke für den Bericht!

    • Es ist ganz einfach @Eierschale
      Freiburg leidet seit Jahren an Minderwertigkeitskomplexen un Drang zur Selbstdarstellung. Immer-wieder-Freiburg hält sich so wie man das mitbekommt weitgehend aus dem Gehampel raus und arbeitet solide an ganz gut aussehenden Choreos. Das dürfte so manch anderer “härterer“ Gruppe nicht gefallen. Traurig aber wahr, aber auch sinnbildlich für diese Kasperszene

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