Fuck-RB-Protest, Fanmarsch & Choreo zu 10 Jahren Rasenballsport Leipzig

Die Fans des Konstrukts Rasenballsport Leipzig feierten am vergangenen Wochenende das zehnjährige Klubjubiläum ihrer Roten Bullen. Hierzu riefen einzelne aktive Gruppen aus der RB-Anhängerschaft zu einem Fanmarsch auf, der letztlich trotz starken Regen durchgezogen wurde und rund 800 Anhänger vom Leipziger Marktplatz zum Zentralstadion ziehen ließ. Optisch untermalt wurde der Corteo mit etwas Pyrotechnik und einem »Voller Sehnsüchte – voller Träume« Banner, das schon etwas auf die später präsentierte Choreografie anspielte.

Jene für das Heimspiel gegen den FC Bayern München ausgearbeitete Choreo wurde zum Unmut der Initiatoren bereits am Freitagabend veröffentlicht, was einen Überraschungseffekt zumindest in Teilen zunichte machte. Bei einer Probe-Durchführung wurde ein Foto von einem übergroßen Astronauten geschossen, der als Teil der weitläufigen Choreografie im Fansektor B hochgezogen wurde. So war mehr oder weniger auch schon das Motto der Jubiläumseinlage zu erahnen, worauf die wenigen anwesenden aktiven FC Bayern-Fans Bezug nahmen.

Doch zunächst wurde das gesamte Zentralstadion exklusive dem Gästebereich in rote und weiße Pappen gehüllt, aus denen sich ein »Rasenball«-Schriftzug hervorhob. Hinzu kamen die angesprochene und bereits am Vorabend bekannt gewordene Astronauten-Blockfahne im Fansektor B und eine Abwandlung des Rasenballsport-Logos auf der gegenüberliegenden Seite. Außerdem umzog ein langes »Eine Dekade – Zehn Jahre nach den Sternen gegriffen, sie gesehen, doch nie erreicht – Voller Sehnsucht, voller Träume nach fernen Galaxien« Banner das Geländer der ausverkauften Arena. Alles in allem – unabhängig von jeglicher berechtigter Kritik an dem Klub selbst – ein durchaus gelungenes Gesamtbild, welches von den aktiven RB-Fans allein angefertigt worden sein soll.

Der FC Bayern München wurde von einem ausverkauften Gästeblock unterstützt, in dem sich allerdings nicht die Ultràgruppen des Rekordmeisters eingefunden hatte. So boykottierten die »Schickeria« und Co. seit jeher sämtliche Spiele beim Leipziger Red-Bull-Ableger, was sich auch auf den Support auswirkte. Mit »Munich’s Red Pride« war immerhin eine aktive Fangruppe in Leipzig anwesend, die zugleich auch den Protest mit ins Stadion trug. So nahm man mit einem »Wir schießen RB auf den Mond« Transparent nicht nur wie erwähnt Bezug auf die zuvor bekanntgewordene Choreografie, sondern machte mit einem großen »Fuck RB« Banner auch den eigenen Standpunkt klar, der optisch durch die ein oder andere Bengalische Fackel aufgehübscht wurde.

Fotos: Ronny, Eric S. | Kurvennews am 14.05.2019 


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