FC Bayern Ultras überraschen in Giesing, Fahnenmeer & Pyro bei Münchner Derby

Etwas unerwartet schienen beide Fanszenen vor dem Münchner Derby nicht so recht gewillt zu sein, Derbytreffpunkte und Ankündigungen zu verlautbaren. Am Ende war es dann die Amateure-Fanszene des FC Bayern, welche die Kegelhalle an der Säbener Straße als Anlaufpunkt ausgerufen hatte. Die Fans von 1860 München dagegen beharrten auf den Löwentreff am Candidplatz, unterhalb des alten Grünwalder Stadions, an dem sich gewöhnlich vor den Heimspielen eingestimmt wird.

Das Derby begann bereits am Samstagabend mit einem Marsch der »Münchner Löwen« entlang des Marienplatzes durch die Münchner Innenstadt, während die Fans des FC Bayern München beim Hamburger SV gastierten. Unter Berücksichtigung der langen Fahrzeit war es dann umso überraschender, als sich am Sonntagmorgen mindestens 200 Ultras der »Südkurve München« an jenem Candidplatz versammelten. Der Mob wurde nach einer kurz darauf erfolgten Eskortierung durch das Bayrische Unterstützungskommando durchsucht, wobei einiges an Pyrotechnik gefunden worden sein soll.

Das war zu Spielbeginn auch ausschlaggebend dafür, dass Teile des Gästeblocks frei blieben, während die üblichen Fans der Bayern-Amateure zum Stadion marschierten und auch ins Innere kamen. Auf besondere Kurveneinlagen verzichteten zunächst beide Seiten. Erst zu Beginn der zweiten Halbzeit, als sich der Gästeblock etwas füllte, zeigten die Bayern-Fans ein rot-weißes Fahnenmeer, dass von drei Bengalischen Feuern und Rauch ergänzt wurde. Die Fans von Sechzig München hielten sich rund um und im Stadion, wohlwissend um eine strittige Diskussionen um den Verbleib des Grünwalder Stadions als Spielstätte für die Löwen, weitgehend zurück. Am Ende siegten die Amateure des FC Bayern München in einem friedlichen Derby mit 1:0 vor, zumindest auf dem Papier angegebenen, 12.500 Zuschauern.

Fotos | Kurvennews am 23. Oktober 2017

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