FC Bayern Ultràgruppe stärkt Trainer & Mannschaft den Rücken

Am Dienstagabend empfing der FC Bayern München den portugiesischen Hauptstadtklub Benfica Lissabon in der heimischen Arena zum vorletzten Champions League Gruppenspiel. Für Trainer Niko Kovac dürfte das Heimspiel von enormer Bedeutung sein. Ungewöhnlich für den FC Bayern schwächelte der Klub in den letzten Wochen stark und gab unter anderem drei Bundesligaspiele aus der Hand. Während die Auswärtsniederlage beim BVB im Westfalenstadion aufgrund der aktuellen Formstärke von Borussia Dortmund noch durchaus verständlich war, galten die zwei Unentschieden gegen Fortuna Düsseldorf und den SC Freiburg in der Arena in München-Fröttmaning – von den aktiven Fans auch Stadion am Kurt-Landauer-Weg genannt – als Blamage.

Beim FC Bayern München schienen sie nach den schwachen Vorstellungen, zu denen auch das Pokalspiel gegen Viertligist Rödinghausen oder das Auswärtsspiel bei Mainz 05 zählten, sichtlich nervös zu werden. So lud die Vorstandschaft um Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß vor wenigen Wochen auf eine denkwürdige Pressekonferenz, in der die Herrschaften gegen alles und Jeden, und insbesondere gegen die Medienlandschaft wetterten. Auch anschließend sollte keine Ruhe an der Säbener Straße einkehren und Niko Kovac bekam wie im Fußball-Business üblich nach bereits zwei, drei schwachen Vorstellungen seiner Mannschaft den Stempel des Sündenbocks aufgedrückt. Nun bekam der in der Sommerpause aus Frankfurt gekommene Trainer und frühere FCB-Verteidiger Kovac von den Ultras der Gruppe »Red Fanatic München« den Rücken gestärkt. »Umbruch? Nur gemeinsam mit Trainer und Team!« hieß es dazu bestärkend auf einem zentral in der Südkurve ausgerollten Transparents am Dienstagabend, als dem FC Bayern durch einen 5:1 Sieg über Benfica ein kleiner Befreiungsschlag gelang.

Außerdem nahm die fest in der aktiven Fanszene des FC Bayern verankerte Ultràgruppe mit dem Spruchband auch die Spieler in die Pflicht und erklärte im Nachhinein zu dem Spruchband: »Für uns steht es außer Frage, dass der so viel zitierte und vor allem auch vom Vorstand angekündigte Umbruch nur durch gemeinsame Anstrengungen des gesamten Teams, inklusive des Trainers Niko Kovac, vollzogen werden kann. Dementsprechend halten wir voreilige Konsequenzen, insbesondere hinsichtlich des Trainergespanns, aufgrund von ein paar wenig überzeugenden Auftritten für fehl am Platz. Ein solch angestrebter Prozess erfordert einen längeren Atem und darf sich auf keinen Fall durch Druck von außen (Medien etc.) beeinflussen lassen. Viel mehr zählt es jetzt auf allen Ebenen an einem Strang zu ziehen, auf dem Platz fokussiert Leistung zu zeigen und dem Team und Trainer den Rücken zu stärken«. Eine Position, die klar macht wie kritisch sich aktive Fans mit voreiligen Entscheidungen bzw. Gerüchten um mögliche Wechsel auseinandersetzen, wenngleich auch erwähnt werden muss, dass die Führung des FC Bayern ihr bestes zu einem Aufrechterhalten diverser Gerüchte und einer daraus resultierenden angespannten Situation im gesamten Verein beiträgt.

Foto: Red Fanatic München | Kurvennews am 29.11.2018

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