Fanszenen Deutschlands protestieren weiter gegen Montagsspiele

Nachdem vor wenigen Tagen die erfreuliche Meldung die Runde machte, Montagsspiele in der Bundesliga würden mit Saison 2021/22 abgeschafft, meldete sich nun das Bündnis aus zahlreichen deutschen Fanszenen zu der Thematik zu Wort. In der einheitlichen Stellungnahme heben die Fanszenen Deutschlands zwar hervor, dass das offenbar eher negative Stimmungsbild der Bundesligisten gegenüber Montagsspielen zwar positiv sei, es sich dabei jedoch nicht um eine verbindliche Aussage einer sicheren Abschaffung der unbeliebten Anstoßzeit handele.

Deshalb gilt es den Protest fortzuführen, damit eine Abschaffung nicht nur in der ersten Liga, sondern in allen Spielklassen in Erwägung gezogen wird. Hierbei müssten sich die Vereine ihre Rolle als nicht unwesentlicher Teil der Vermarktungsspirale bewusst werden, um so gegenüber der Deutschen Fussball Liga nicht nur berechtigte Kapitalinteressen, sondern auch die Interessen und Forderungen der Fans zu vertreten, so das Bündnis in einer aktuellen Mitteilung. Um das Anliegen noch einmal deutlich zu machen, soll mit einem 45-minütigen Stimmungsboykott ein starkes Zeichen gesetzt werden, dass es Montagsspiele aus Sicht der Fans konsequent und generell abzulehnen gilt.

 

Die Stellungnahme der Fanszenen Deutschlands:

Keine Montagsspiele in der Bundesliga ab der Saison 2021/2022, so titelten die Zeitungen in der letzten Woche. Kurz zuvor veröffentlichten wir als Fanszenen Deutschlands unsere Protestpläne bezüglich des Spieltags vom 30.11. bis zum 03.12., bei welchem wir ein deutliches Zeichen gegen die Spieltagszerstückelung und insbesondere gegen Montagsspiele setzen wollen.

Und nun? Ist doch alles gut, Ziel erreicht, weitersingen, danke.

Pustekuchen!

Klar ist: Diese, bisher nicht verbindliche, Aussage, die wohl aus einem Stimmungsbild der Erstligisten hervorgegangen ist, ist ein großer Erfolg! Dieser Erfolg ist zurückzuführen auf den jahrelangen Protest gegen Spieltagszerstückelung und insbesondere auf den Protest seit der Einführung der Montagsspiele in der 1. Bundesliga. Dieses Stimmungsbild zeigt, was wir als Fans erreichen können, wenn wir gemeinsam starke und aussagekräftige Zeichen für unsere Rechte und Interessen setzen. Es zeigt auch, dass die Vereine eine entscheidende Rolle in der Vermarktungsspirale innehaben. Diese Rolle müssen die Vereine nutzen, um neben ihren berechtigten Kapitalinteressen auch unsere Interessen und Forderungen zu berücksichtigen und sie in der DFL zu vertreten.

Klar ist aber auch: Dieser Schritt kann nur der Anfang sein! Der Protest, der in den letzten beiden Jahren erheblich an Fahrt aufgenommen hat, war nur deshalb so stark und öffentlichkeitswirksam, weil er solidarisch von der ersten bis zur fünften Liga mitgetragen wurde. Diese Solidarität müssen wir auch weiterhin an den Tag legen! Wir freuen uns darüber, dass die Vereine der 1. Bundesliga Montagsspiele abschaffen wollen. Das reicht uns aber nicht!
Wir wollen Montagsspiele generell abschaffen – in jeder Liga! Deshalb werden wir unseren Protest genauso in die Stadien tragen, wie vor dieser Meldung.

Gerade in der zweiten Bundesliga laufen vergleichbare Befragungen und Gespräche, wie in der ersten Liga. Diese Gespräche werden in der Woche nach dem Protestspieltag fortgeführt. Setzen wir durch unseren 45-minütigen Boykott ein konkretes starkes Zeichen dafür, dass sich die Zweitligisten der Entscheidung der Erstligisten anschließen. Zeigen wir darüber hinaus, dass wir Montagsspiele konsequent und generell ablehnen.

Das geht nur gemeinsam, die Zeit ist reif:

Holen wir uns den Fußball zurück – von der ersten bis zur letzten Liga!


Foto: eintracht-online.net | Kurvennews am 28.11.2018

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