Fanszene Hannover bezieht Stellung zu den politisch bedingten Vorkommnissen

Eine erneute kurze Zusammenfassung der gestrigen Vorfälle am Niedersachsenstadion sparen wir uns an dieser Stelle und verweisen auf den ersten Beitrag, in dem die aktuelle Pressemitteilung der antifaschistischen Kampagne »Hannover rechts außen« beleuchtet wird (ersten Beitrag hier lesen), und auf den zweiten Beitrag, in dem wir anhand mehrerer »Zufälle« untersuchen, ob die gestrigen Auseinandersetzungen womöglich bewusst provoziert wurden (zweiten Beitrag hier lesen).

Nun meldet sich die aktive Fanszene von Hannover 96 persönlich und offiziell zu Wort und arbeitet die gestrigen Geschehnisse in einer Stellungnahme auf. Beschrieben werden die gestrigen Vorfälle in dieser als »körperliche Auseinandersetzung zwischen 96-Fans und bekannten Gesichtern aus Kreisen der „Antifa“ aus Hannover und dessen Umland«.  So seien die Ausschreitungen im Außenbereich der Nordkurve aus einer unerwünschten die Flyer-Verteilaktion seitens der Antifa resultiert, die ihrerseits »Personen der hannoverschen Fanszene öffentlich diffamiert und bloßstellt«, um die herum ein »erlogenes rechtes Bild der Szene und einzelner Gruppen konstruiert« wurde. Dass man dem gewünschten Bild einer rechten Szene nicht nachkomme bewies man beispielsweise beim Heimspiel gegen Hertha BSC anfang Dezember, als man »einer Gruppe Faschos deutlich gemacht hat, dass das Niederachsenstadion kein Ort für rechtes Auftreten ist.«

Unsere heute Mittag veröffentlichten Worte von Personen aus der Hannoveraner Ultràszene – es seien auch einzelne Ultras von Werder Bremen in den Reihen der Antifa mitgelaufen – wurden noch einmal öffentlich wiederholt, weshalb man die gestrige Flyer-Aktion der Kampagne »Hannover rechts außen« als klare Provokation und als einen Angriff auf die Hannoveraner Fanszene wertet. Auch die heute Mittag auf Kurvennews.de getroffenen Äußerungen hinsichtlich getragener Boxbandagen und Mundschützer finden in der Stellungnahme eine Erwähnung, wenngleich das Tragen der Mundschützer von Seiten der »Hannover rechts außen«-Kampagne uns gegenüber eingeräumt und mit einer Gefahr, die von rechten Fans anhand unzähliger Gewaltvorfälle gegen antirassistische und kritische Fans ausginge, begründet wurde. Indes sei laut der »Hannover rechtsaußen«- Sprecherin noch einmal deutlich zu sagen, dass Ultras von Werder Bremen weder Teil der Kampagne seien, noch an der gestrigen Flyer-Verteilaktion beteiligt waren.

Die Fanszene Hannover stellt klar, dass das Auffangbecken Fußball aus allen erdenklichen sozialen Schichten bestünde und man deshalb gegen politische Extreme vorginge. Dies unter anderem gestern, als man gegen jene Mitwirkende der antifaschistischen Kampagne vorging, die in der Stellungnahme der Fanszene als »linksextreme Vollidioten« bezeichnet werden, die »ihre Propaganda im Stadion verbreiten wollen und versuchen den Fußball als Bühne zu nutzen.« Da man in der gestrigen Aktion einen klaren Versuch der Unterwanderung sieht, kündigen die aktiven Fan-, Ultrà- und Hooligangruppen von Hannover 96 an, mit entsprechenden Mitteln reagieren zu werden, um die Fanszene auch in Zukunft zu schützen. Die gesamte Stellungnahme der Fanszene Hannover ist hier zu lesen.

Foto: timo0711.blogspot.com | Kurvennews am 23.12.2018


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