Fans von Roter Stern Leipzig attackieren Zuschauer

Am Freitagabend kam es in Leipzig zum Pokalfinale für Volkssportmannschaften, in dem sich die Teams des LSV Südwest und Roter Stern Leipzig gegenüber standen. Kurz vor Abpfiff der Partie sollen rund 40 Anhänger des linken und antifaschistischen Verein das Sportgelände verlassen haben, um kurz darauf mit Sturmhauben vermummt und Handschuhen zurückzukehren und sich über ein Nebentor erneuten Zutritt zur Anlage zu verschaffen.

Daraufhin attackierten die Fans von Roter Stern Leipzig zwei Besucher im Alter von 17 und 22 Jahren, die später aufgrund einem gerissenen Trommelfell und einem ausgeschlagenen Zahn im Krankenhaus behandelt werden mussten. Grund für den Angriff soll eine Verbindung der beiden Verletzten zur rechten Szene gewesen sein, die im Januar 2016 einen großen Angriff auf den linksalternativen Leipziger Stadtteil Connewitz startete.

Bei diesem versammelten sich über 200 Hooligans mehrerer Vereine und rechtsgesinnte Angreifer zu einem regelrechten »Schlachtzug« durch Connewitz. Dabei wurde vor allem Jagd auf linke und alternativgeprägte Passanten und Fans der Vereine BSG Chemie und Roter Stern gemacht, deren Fanladen ebenso wie andere Einrichtungen im Viertel angegriffen und beschädigt wurden.

Beispielfotos: roter-stern-leipzig.de | Kurvennews am 18. Juni 2017

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